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Nach dem Reverse IPO Wasserstoff-Start-up Enapter: Massenfertigung von Elektrolyseuren soll starten – Aktie explodiert

14.10.2020, 14:08  |  77102   |   |   

Das Wasserstoff-Start-up Enapter will die Massenproduktion seiner modularen Elektrolyseure aufbauen. Zwei Monate zuvor war das Jungunternehmen durch einen Reverse IPO an die Börse gegangen. Die Aktie ist seitdem von 1,50 Euro auf über 25 Euro gestiegen.

Während große Wasserstoffunternehmen wie Linde, Siemens Energy, Air Liquide oder Nel Asa auf große Elektrolyseure – Anlagen zur Produktion von grünem Wasserstoff – setzen, geht das Wasserstoff-Start-up Enapter einen anderen Weg. Es bietet kleine modulare Elektrolyseure an, die bei Bedarf zu größeren Anlagen zusammengesetzt werden können.

Gegenüber dem Handelsblatt erklärte der Enapter-Gründer Sebastian-Justus Schmidt heute: „Wir wollen modulare Elektrolyseure bauen, die die Herstellung von Wasserstoff so günstig machen, dass fossile Energien sich nicht mehr rechnen“.

Vor rund zwei Monaten ging Enapter durch einen sogenannten Reverse IPO an die Börse. Dabei kaufte Enapter den Börsenmantel S&O Beteiligungen AG – eine börsennotierte Aktiengesellschaft ohne operatives Geschäft – auf.

Im Oktober fand dann eine weitere Kapitalerhöhung statt. Das Kapital will das Jungunternehmen in den Ausbau der Massenproduktion seiner Elektrolyseure stecken. Laut dem Handelsblatt sollen bis zu 100 Millionen Euro in den Ausbau der Fertigung fließen.

Seit dem Bekanntwerden des Deals im August stieg der Kurs der S&O-Aktie von rund 1,50 Euro auf aktuell über 25 Euro. Allein heute verzeichnete die Aktie ein Kursplus von mehr als 50 Prozent:

Enapter

Analyst Karsten von Blumenthal von Frist Berlin Equity Research hatte die Aktie bereits im September mit einem BUY-Rating eingestuft, bei einem Kursziel von 8,90 Euro. In seiner Aktienanalyse heißt es: „Die Enapter AG (firmiert derzeit noch unter S&O Beteiligungen AG) ist Technologieführerin in der innovativen Anion Exchange Membrane (AEM) -Elektrolyse, mit der grüner Wasserstoff hergestellt werden kann. Die Technologie ermöglicht den Bau effizienter und kostengünstiger standardisierter Elektrolyseure und Stacks, die nach dem Prinzip der Modularität zu größeren Einheiten hochskaliert werden können.“

Aus erneuerbaren Quellen gewonnener grüner Wasserstoff wird von vielen Experten als ein Schlüsselelement der Energiewende gesehen. Viele energieintensive Branchen wie Stahl-, Chemie oder Luftfahrtindustrie können durch grünen Wasserstoff klimaneutral werden.

Autor: Ferdinand Hammer


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