Was ist mit dem NASDAQ 100 los?

Gastautor: Sven Weisenhaus
20.10.2020, 09:28  |  1766   |   |   

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

im DAX blieb es in der Verfallstagswoche bei der von mir erwarteten Seitwärtsbewegung. Zum Verfallstermin am vergangenen Freitag wurde der DAX bei 12.812,26 Punkten abgerechnet – und damit sehr dicht an dem in der Vorwoche genannten Optimum für die Stillhalter bei 12.850 Punkten.

Auch mit Beginn der neuen Woche bleibt der DAX in seiner Seitwärtsbewegung gefangen. Das gibt uns Zeit, auf eine andere bemerkenswerte Entwicklung zu schauen: die mögliche Abkehr der Anleger vom bisherigen Favoriten NASDAQ 100.

Technologiewerte rücken in den Fokus der Aufmerksamkeit

Wie ich in der Vorwoche betont hatte, beginnt nun die heiße Phase der US-Quartalsberichtssaison. In dieser und den beiden folgenden Wochen werden mehr als 400 Unternehmen des S&P 500 ihre Zahlen vorlegen, also gut 80 % aller S&P500-Mitglieder.

Während es in der Vorwoche die Banken waren, die im Zentrum des Zahlenreigens standen, geht es nun zunehmend für die wichtigen Technologiewerte darum, durch gute Ergebnisse und/oder optimistische Ausblicke in der Gunst von Anlegern und Analysten zu steigen.

So werden in dieser Woche mit IBM und Intel zwei Indexschwergewichte und Tech-Veteranen Einblick in ihre Bücher geben, außerdem Tesla und Netflix. Letztere sind keine klassischen Tech-Werte, aber vielbeachtete und vor allem bedeutsame Unternehmen. Sie können für den NASDAQ 100 bestimmend sein, der bekanntlich der Treiber der bisherigen Rally war.

Können die Tech-Größen ihre Vorschusslorbeeren noch rechtfertigen?

Schon in der Vorwoche zeigte sich, dass die Anleger nicht mehr automatisch den Tech-Größen zujubeln. So stieß Apples Präsentation des neuen iPhone 12, auf die ich in der Vorwoche hinwies, auf wenig Begeisterung bei den Börsianern: Apple gehörte am Dienstag, dem Tag der Präsentation zu den Schlusslichtern des NASDAQ 100. Nur einige Touristikunternehmen mussten an diesem Tag größere Tagesverluste hinnehmen…

Auch bei Tesla und Netflix hängen die Trauben hoch. Bei Tesla wird es z.B. vor allem darum gehen, ob das Unternehmen seine Prognose aufrechterhalten wird, in diesem Jahr 500.000 Fahrzeuge auszuliefern. Bei Netflix haben erst kürzlich etliche Analystenhäuser ihre Kursziele erhöht, darunter Morgan Stanley, Goldman Sachs und Bank of America. Für das Unternehmen geht es also darum, diese Vorschusslorbeeren zu rechtfertigen.

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