Warten auf Washington: Goldpreis kämpft weiter um runde 1.900 Dollar-Marke!

20.10.2020, 11:45  |  560   |   |   

Der Goldpreis müht sich derzeit mit der runden Marke von 1.900 US-Dollar je Unze ab. Neben den Präsidentschaftswahlen steht insbesondere das nächste Hilfspaket für die US-Wirtschaft im Fokus. Solange wird der Dollar selbst den Takt vorgeben; und vielleicht auch der Aktienmarkt.

Aufwärtstrend ja, aber kein Ausbruch!

Der Goldpreis befindet sich nach seinem deutliche Fall unter die 1.900 Dollar-Marke Ende September weiterhin im Aufwärtstrend. Doch bisher fehlt die Kraft, um diese runde Marke nachhaltig zu überwinden. Aktuell notiert der Preis leicht darüber, nachdem man gestern schon fast bei 1.925 Dollar stand. Doch ein wieder erstarkter Dollar und schwache Börsen in New York sowie anderswo beendeten den Anstieg. Insofern sehen wir hier wieder die starke Abhängigkeit vom Greenback und den Paarlauf mit dem Aktienmarkt.

Kommt das HIlfspaket vor den Wahlen?

Allerdings dürfte neben der US-Wahl vor allem das Hilfspaket für die Wirtschaft in den kommenden Wochen im Fokus stehen. Sollten sich Demokraten und Republikaner in Washington auf ein neues Programm einigen können, dürfte das den Dollar schwächen und Gold neuen Auftrieb geben. Die Schuldenmacherei der USA, ob vor oder nach den Wahlen, wird mit hohem Tempo weitergehen. Ende September stand man bereits bei 116 Prozent des BIP, was dem höchsten Wert seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs (damals 119%) entspricht.

Wenig Nachfrage aus Asien

Keine oder wenig Unterstützung gibt es hingegen von der Nachfrage aus Asien, die seit Ausbruch der Pandemie schwächelt. So wurden laut Daten der Schweizer Zollbehörde im September lediglich 5 Tonnen Gold nach Indien und nur 1,5 Tonnen nach China exportiert. Damit wurde der leichte Optimismus für die Nachfrage aus den beiden größten Konsumentenländern nach den guten Zahlen des Vormonats wieder zerstört. Immerhin sehen die ETF-Daten für den Vormonat gut aus: Im September betrug die Investmentnachfrage solide 54 Tonnen, die in Gold-ETF flossen. Allerdings darf man beim Blick auf Indien und China nicht den illegalen Handel vergessen, wie ein Bericht der New York Post deutlich macht. Wurde früher Kokain auf diese ungewöhnliche Weise geschmuggelt, so nimmt man heute stattdessen Gold.

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