"Und wenn die Aktie trotzdem abschmiert?" | PEH Fondsmanager Stürner warnt vor Dividenden-Romantik

Gastautor: Simon Weiler
21.10.2020, 11:00  |  133   |   |   

Dividendenstrategien haben in diesem Jahr einen schweren Stand. Die Corona-Pandemie hat die internationalen Ausschüttungen mit voller Breitseite getroffen. Durch den fast weltweiten Lockdown und dem damit verbundenen historischen Wirtschaftseinbruch haben viele Unternehmen ihre Dividendenzahlungen gekürzt oder gar ganz gestrichen. Die Europäische Zentralbank ging sogar noch einen Schritt weiter und verbot den europäischen Banken die Dividendenzahlungen.

Für entsprechende Fonds waren die Entwicklungen eine Hiobsbotschaft. Während viele andere Strategien die schnelle Erholung nach dem Markteinbruch ausnutzten und zahlreiche von ihnen schon wieder deutlich im Plus stehen, liegen viele Dividendenfonds seit Jahresbeginn noch immer in der tiefroten Verlustzone. Ob sie dabei ausschüttend oder thesaurierend konstruiert sind, macht meist keinen Unterschied. Denn nicht nur die niedrigeren oder nicht vorhandenen Dividenden schmerzen – auch die Kursreaktionen darauf.

CAPinside-Experte Christian W. Röhl musste die schmerzliche Erfahrung im Dividendenbereich schon im Frühjahr machen. Die alljährlich in Zusammenarbeit mit der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz und der FOM Hochschule aus Essen erscheinende Dividendenstudie zeigte schon damals, dass die Situation an den Dividendenmärkten größtenteils verheerend ist – auch wenn das eine schmerzliche Erkenntnis für Dividendenfreunde war: „In der aktuellen Extremsituation, die historisch ohne Beispiel ist, hat jedoch die Sicherung der Liquidität zunächst Vorrang. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass der Anteil der Unternehmen, die trotz eines Bilanzgewinns nicht ausschütten, mit knapp einem Fünftel sogar noch höher ausfällt als 2008“, heißt es in der Studie.

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"Und wenn die Aktie trotzdem abschmiert?" | PEH Fondsmanager Stürner warnt vor Dividenden-Romantik "Die Dividende ist der neue Zins": Nicht wenige Asset Manager haben in den vergangenen Jahren unter diesem Motto versucht, aus Sparern Investoren zu machen. Warum gerade im COVID-19 Umfeld vermeintlich attraktive Dividendenrenditen mehr denn je kritisch hinterfragt gehören, erklärt Martin Stürner, Fondsmanager & CEO der PEH Wertpapier AG.

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