4 Dinge, die du zur Crash-Vorbereitung tun kannst und dank denen du ihn sicher überstehst

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
24.10.2020, 08:33  |  819   |   |   

Wenn wir einen Blick auf den DAX-Index werfen, erkennen wir, dass er seit 1988 um fast 1.200 % gestiegen ist (dein Kapital hätte sich verdreizehnfacht), aber in der Zwischenzeit gab es auch in etwa sieben größere Korrekturen. Im Durchschnitt fallen Aktien also etwa alle fünf Jahre stärker.

An der Börse kommt es darauf an, diese schlechten Phasen gut zu überstehen und zudem möglichst einen Nutzen daraus zu ziehen. Die meisten Anleger scheitern allerdings genau während dieser Crashperioden. Was können wir also tun, um diesen natürlichen Abschwüngen zukünftig gelassen entgegenzusehen?

1) Bau eine Cashreserve auf

Viele Beobachter sind stets verwundert, warum Warren Buffett über Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) einen „so hohen“ Cashbestand hält. In Wahrheit erscheint er uns nur in absoluten Zahlen als sehr hoch. Prozentual im Verhältnis zu den Vermögenswerten pendelt er dagegen schon seit vielen Jahren um durchschnittlich 17,9 %.

Warren Buffett hielt also schon immer eine Cashreserve, die Berkshire eine gewisse Unabhängigkeit verleiht. Genau dies sollten wir auch tun. Halte genügend Bargeld auf dem Konto, um eine schlechte Börsen- oder auch Arbeitslosenphase von sechs bis zwölf Monaten gut überstehen zu können.

Ein zu geringer Kassenbestand ist der häufigste Grund, warum viele Anleger Crashsituationen nicht überstehen und zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt verkaufen müssen. Eine Reserve gibt dir zudem die innere Ruhe, beispielsweise in schlechten Phasen dein Haus weiter abbezahlen zu können. Sie nimmt uns also sehr viel Druck von den Schultern.

Zwar gibt es derzeit so gut wie keine Zinsen auf Barbestände, aber wir können diesen Nachteil beispielsweise über unsere DAX-Investments mit der Zeit ausgleichen.

2) Vermeide zu hohe und schlechte Schulden

Hohe Schulden können dich und viele Firmen in Krisen unter enormen Stress setzen. Vermeide also zu hohe Schulden, wann immer es geht. Besonders Konsumschulden für Dinge, die nach fünf Jahren nichts mehr wert sind, können uns in schlechten Zeiten noch tiefer in die Schulden treiben. So entsteht leicht ein Teufelskreis, aus dem viele Menschen nicht mehr herausfinden.

Aktuell verleiten die niedrigen Zinsen zu einer hohen Verschuldung. Dabei vergessen wir allerdings, dass sie sehr schnell wieder steigen können. Und dies geschieht meist genau dann, wenn wir es uns nicht leisten können.

Immobilienkredite zahlen sich hingegen aus den Mieteinnahmen über viele Jahre meist selber ab. Bei einer eigengenutzten Immobilie müssen wir wiederum genügend Cash vorhalten, um die Raten auch in schlechten Phasen weiter bedienen zu können.

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