Corona führt zu unterschiedlichen Wegen

Gastautor: Sven Weisenhaus
24.10.2020, 09:15  |  1803   |   |   

Gestern wurden mit den Schnellschätzungen zu den Einkaufsmanagerindizes von IHS Markit aktuelle Stimmungsindikatoren veröffentlicht. Und diese fielen entsprechend der aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus aus.

Gestern wurden mit den Schnellschätzungen zu den Einkaufsmanagerindizes von IHS Markit aktuelle Stimmungsindikatoren veröffentlicht. Und diese fielen entsprechend der aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus aus. Bereits mit den Einkaufsmanagerdaten des Vormonats zeigte sich, dass die steigenden Infektionszahlen wieder deutliche Spuren in der Wirtschaft hinterlassen. „Denn gerade den Einkaufsmanagern aus dem Dienstleistungsbereich, der auf möglichst uneingeschränkte Freizeitaktivitäten der Menschen angewiesen ist, bereitet die Wiedereinführung von Restriktionen zunehmend Sorgen“, hieß es dazu in der Börse-Intern vom 23. September. Und natürlich hat sich diese Tendenz mit Blick auf die immer neuen Rekordwerte und die schärferen Maßnahmen verstärkt.

Zweiteilung der Wirtschaft wird immer deutlicher

Das Barometer für den Dienstleistungssektor in Deutschland fiel um 1,7 auf 48,9 Punkte und damit wieder unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

IHS Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistung Deutschland

Während viele Dienstleister also zunehmend unter den Eindämmungsmaßnahmen leiden und ihren Betrieb einschränken müssen, kann die Industrie weitgehend unbelastet ihrer Tätigkeit nachgehen. Laut den Einkaufsmanagerdaten kann sie ihre Erholung sogar in zunehmendem Tempo fortsetzen. Deren Barometer stieg um 1,6 auf 58,0 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai 2018.

IHS Markit Einkaufsmanagerindex Industrie Deutschland

In Summe führte dies dazu, dass der Gesamt-Einkaufsmanagerindex, der die Geschäfte von Industrie und Dienstleistern zusammenfasst, nur moderat nachgab, um 0,2 auf 54,5 Punkte.

IHS Markit Gesamt-Einkaufsmanagerindex Deutschland

Die Schwächen im Service-Bereich und die Stärken im produzierenden Gewerbe gleichen sich also in etwa aus, so dass sich die gesamte Wirtschaft Deutschlands seit vier Monaten in einem recht konstanten Tempo erholt. Die Zweiteilung der Wirtschaft birgt aber Risiken. So könnte die Industrie durchaus von der sinkenden Nachfrage nach Dienstleistungen belastet werden.

Wirtschaft der Eurozone schrumpft wieder

Gleiches gilt für die Wirtschaft der gesamten Eurozone. Auch hier leiden insbesondere die Dienstleister unter der zweiten Infektionswelle. Das entsprechende Barometer fiel auf 46,2 Punkte, von schon nur 48,0 Zählern im September, und rutschte damit tiefer in den Kontraktionsbereich. Derweil kann die Industrie auch hier, genau wie in Deutschland, an Wachstumstempo zulegen. Der Index stieg von 53,7 auf 54,4 Punkte.

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