ROUNDUP 2 Spitzenberatungen in CDU vor Entscheidung über Parteitag

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
25.10.2020, 18:20  |  128   |   |   

(Zeitform aktualisiert + Treffen Merkel und weitere Zitate)

BERLIN (dpa-AFX) - Kurz vor der Entscheidung über den CDU-Parteitag zur Wahl eines neuen Vorsitzenden spitzt sich bei den Christdemokraten die Lage zu. Am Sonntagnachmittag kam die engste CDU-Spitze in Berlin mit den Kandidaten zu vorentscheidenden Beratungen darüber zusammen, ob, wann und wie der Parteitag angesichts der drastisch steigenden Zahlen von Corona-Infektionen stattfindet. In der Parteispitze und unter den Kandidaten gab es keine Einigkeit. Anschließend waren nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auch noch Gespräche bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geplant.

NRW-Ministerpräsident und Parteivize Armin Laschet plädierte in der "Welt am Sonntag" für eine Verschiebung des bislang für den 4. Dezember in Stuttgart geplanten Treffens der 1001 Delegierten ins nächste Jahr. Sein härtester Gegner im Kampf um den Parteivorsitz, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz, ist dafür, den Parteitag notfalls in einer geänderten, hybriden Form an mehreren Standorten in Präsenz und virtuell zugleich zu organisieren.

Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung über das Treffen von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer, Generalsekretär Paul Ziemiak, und Bundesgeschäftsführer Stefan Hennewig mit den Kandidaten Laschet, Merz und dem Außenpolitiker Norbert Röttgen berichtet. An den Beratungen nahmen auch die stellvertretenden Parteivorsitzenden Volker Bouffier, Armin Laschet, Julia Klöckner, Thomas Strobl und Silvia Breher teil.

Bei dem anschließenden Gespräch mit Merkel sollte ebenfalls Kramp-Karrenbauer und auch Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) teilnehmen. Unklar war am Abend, wie sich Merkel zur möglichen Verschiebung des Parteitags auf nächstes Jahr in den Beratungen von Präsidium (8.00 Uhr) und Vorstand (9.30) am Montag positioniert.

Laschet sagte der "Welt am Sonntag", was Parteien von den Bürgern erwarteten, müssten sie auch selbst einhalten: Kontakte reduzieren, wo es nur gehe. "Dieser Parteitag ist jetzt nicht unbedingt erforderlich, kann verschoben werden." Alle anstehenden Fragen könnten auch nach dem Winter entschieden werden. "Wir müssen alle Kraft, Energie und Anstrengungen jetzt auf die Bekämpfung der Pandemie richten. Die Menschen in Deutschland haben weniger denn je ein Verständnis dafür, dass Parteien sich nun mit sich selbst beschäftigen."

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