Weiter steigende Preise bei Gold, Kupfer und Rohöl erwartet - CoT-Report

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Nachrichtenquelle: Shareribs
26.10.2020, 09:19  |  382   |   
Washington 26.10.2020 - Die Finanzinvestoren in den USA haben ihre Netto-Longs auf Kupfer, Gold und Rohöl ausgeweitet. Auch bei Silber und Mais ging es aufwärts. Die Marktteilnehmer sehen eine wachsende Wahrscheinlichkeit für einen inflationären Preisdruck auf die Rohstoffe.

Wie die Commodity Futures Trading Commission am Freitag mitteilte, haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Longpositionen auf zwölf in den USA gehandelte Rohstoffe, in der Woche bis zum 20. Oktober, um 11,1 Prozent auf 1.441.080 ausgeweitet. Dabei ging es sowohl für die Netto-Longs auf Kupfer, Rohöl und Gold nach oben. Analysten von Goldman Sachs haben kürzlich mitgeteilt, dass eine anziehende Inflation für steigende Preise für einen neuen Bullenmarkt bei Rohstoffen sorgen dürften.

Der Goldpreis bewegte sich auch in der vergangenen Woche um die Marke von 1.900 USD. Dabei sorgte zuletzt vor allem der US-Dollar für frische Impulse. Der Greenback stand unter dem Einfluss der Verhandlungen über ein neues Konjunkturpaket in den USA. Die Demokraten im Repräsentantenhaus wollen mehr als zwei Billionen US-Dollar in die Hand nehmen, während der Senat rund 500 Mrd. USD ausgeben will. Die Verunsicherung hatte den US-Dollar nach oben getrieben und den Goldpreis belastet. Derweil sorgt die Pandemie für eine wachsende Verunsicherung unter den Marktteilnehmern. In vielen Ländern Europas und den USA wurden Ansteckungszahlen nahe oder auf Rekordhochs verzeichnet, was eine starke Unterstützung für Edelmetalle darstellt. Die Netto-Longpositionen auf Gold stiegen um 13,0 Prozent auf 135.311 Kontrakte.

Die Netto-Longpositionen auf Silber wurden um 16,2 Prozent auf 40.065 Kontrakte gesteigert, bei Palladium war ein Plus von 4,8 Prozent auf 4.157 Netto-Longs zu verzeichnen. Die Netto-Shorts auf Platin wurden von 795 auf 2.225 Kontrakte gesteigert.

Die Ölpreise haben sich um die Marke von 40 USD etabliert. Die Angebotslage beeinträchtigt das Aufwärtspotential, nachdem Libyen die Produktion mehr als verfünffacht hat und nun wieder gut 500.000 Barrel/Tag fördert. Gleichzeitig wachsen die Risiken für die Nachfrage, weshalb das gegenwärtige Niveau der Produktion innerhalb der OPEC+ Staaten als überhöht gilt. Im Januar ist eine erneute Lockerung der Förderkürzungen geplant, welche angesichts der schwachen Nachfrage den Markt überfordern könnte. Entsprechend dieser Annahmen wächst der Druck auf die OPEC+ beim Treffen Ende November die Planungen für die Steigerung der Förderung anzupassen. Die Zahl der Netto-Longpositionen auf US-Rohöl stieg um 13,1 Prozent auf 332.260 Kontrakte.

Deutlich war auch der Anstieg der Netto-Longpositionen auf Kupfer. Diese stiegen laut CFTC um 13,7 Prozent auf 91.578 Kontrakte. Das rote Metall hat sich angesichts der starken wirtschaftlichen Erholung Chinas nach oben arbeiten können. Zuletzt sorgte jedoch das Wiedererstarken der Pandemie für Rücksetzer. Die International Copper Study Group hat in der vergangenen Woche ein Marktdefizit von 52.000 Tonnen gemeldet. Ein Jahr zuvor gab es noch einen Überschuss von 280.000 Tonnen.

Bei den Agrarrohstoffen zeigt sich ebenfalls die Erwartung steigender Preise. Die Netto-Longs auf Weizen wurden um 28,9 Prozent auf 49.728 Kontrakte ausgeweitet, bei Mais war ein Anstieg um 28,1 Prozent auf 218.825 Kontrakte zu verzeichnen. Die Netto-Longpositionen auf Sojabohnen wurden derweil um lediglich 2,4 Prozent auf 231.892 Kontrakte ausgeweitet.


Quelle: shareribs.com / CFTC



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