Egbert Prior Corona: Mutares geht auf Schnäppchenjagd

Gastautor: Egbert Prior
26.10.2020, 11:57  |  1521   |   |   

Die auf Restrukturierungsfälle spezialisierte Beteiligungsgesellschaft stellte eine ehrgeizige Mittelfristplanung vor. Danach wollen die Münchener ihren Konzernumsatz bis 2023 verdreifachen auf 3 Milliarden Euro.

Die auf Restrukturierungsfälle spezialisierte Beteiligungsgesellschaft stellte eine ehrgeizige Mittelfristplanung vor. Danach wollen die Münchener ihren Konzernumsatz bis 2023 verdreifachen auf 3 Milliarden Euro. 2019 gingen erst 1 Milliarde durch die Bücher. Dabei wird in drei Jahren ein Holdingumsatz von 100 Millionen ins Visier genommen, das Vorsteuerergebnis soll auf mehr als 60 Millionen klettern. Im laufenden Turnus sollen die Holdingerlöse zwischen 40 und 50 Millionen landen, der Vorsteuergewinn der Holding mehr als 20 Millionen erreichen. Johannes Laumann, Chief Investment Officer, glaubt, daß die Corona-Krise attraktive Geschäftschancen bietet. Besonders bei Akquisitionen angeschlagener Firmen. Die Private-Equity-Gesellschaft hat seit Jahresbeginn schon siebenmal „zugeschlagen“. Unter anderem bei einem Ingenieurdienstleister, einem Fabrikanten von Rasenmähern oder einem Post- und Paketdienst. CEO Robin Laik möchte Gas geben und die Zahl der Mitarbeiter auf 140 verdoppeln. Davon sind die meisten Berater, die die Portfoliounternehmen fit machen sollen. Der Hauptaktionär berichtet von einer „prall gefüllten“ Kauf- und Verkaufspipeline. Der turnaround-Spezialist profitiert davon, daß in der Pandemie Unternehmen Ballast abwerfen und sich neu aufstellen. Die Aktie ist ein Dividendenhammer! Bereits das dritte Jahr in Folge schütteten die Münchener 1 Euro je Aktie aus. Macht beim aktuellen Kurs, 11 Euro, eine Ausschüttungsrendite von 9%. Mutares sieht dieses Niveau als „Basisdividende“ an, bei erfolgreichen Exits sollen die Aktionäre über eine Sonderdividende zusätzlich profitieren. Basis für die Ausschüttung ist das Nettoergebnis der Holding, das sich aus Beratungshonoraren speist und aus den Dividenden der Portfoliounternehmen. 2020 wird mit einem Nettogewinn in Höhe von 1%, gemessen an dem Konzernumsatz, gerechnet, bis 2023 soll die Zielrendite 2% erreichen. On Top die Erlöse aus Beteiligungsverkäufen. Im Klartext: Gehen die schönen Planungen auf, winkt in den kommenden Jahren eine Vervielfachung der Dividende. Die spannenden Perspektiven haben sich im Kurs noch nicht niedergeschlagen. Seit einigen Monaten dümpelt die Aktie. Börsenwert schlappe 170 Millionen. Wenn man für 2023 einen Nettogewinn von 40 Millionen unterstellt, liegt das KGV nur wenig über 4. Schnäppchenalarm! Der Discount hat etwas zu tun mit dem ramponierten Ruf der Branche, beispielsweise durch die Angriffe auf den Wettbewerber Aurelius. Zudem notiert Mutares im Freiverkehr mit nur geringen Anforderungen an die Transparenz. Außerdem belastet das Desaster aus dem IPO der Tochter STS. Der Investitionsschwerpunkt bei Autozulieferern begeistert nicht jeden. Fazit: Nach jahrelanger Talfahrt zeichnet sich eine Bodenbildung ab. Werden die Planungen auch nur annähernd erreicht, hat der Kurs Potential. Zudem lockt die hohe Dividendenrendite.



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