ROUNDUP Covestro zurück in der Gewinnzone - China-Erholung und Kostensenkungen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
27.10.2020, 10:08  |  209   |   |   

LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Der Kunststoffkonzern Covestro hat im dritten Quartal zurück in die Gewinnzone gefunden. Rückenwind lieferten dabei eine weitere Erholung der Geschäfte in Asien sowie insbesondere ein kräftiger Tritt auf die Kostenbremse. Den Anfang Oktober angehobenen Jahresausblick für das operative Ergebnis bestätigte Konzernchef Markus Steilemann an Dienstag bei der Vorlage der endgültigen Quartalszahlen. Voraussetzung ist allerdings, dass es nicht erneut zu gravierenden Einschränkungen der wirtschaftlichen Aktivitäten durch Maßnahmen zur Corona-Eindämmung kommt.

Der Hersteller von Hart- und Weichschäumen, harten Kunststoffen und Lackvorprodukten für viele Industrien profitierte im dritten Quartal von einer anziehende Nachfrage der Möbel- und der Bauindustrie, aber auch der Automobilwirtschaft in China. Das glich eine weiterhin schwache Nachfrage etwa in Deutschland und den USA mehr als aus, so dass der Konzernabsatz im Kerngeschäft im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um drei Prozent wuchs. Vor allem die Autoindustrie schwächelt dabei außerhalb Chinas aber weiter. "China ist der einzige relevante, große Automobilmarkt, der sich in den letzten Wochen und Monaten nicht nur robust gezeigt hat, sondern signifikantes Wachstum über Vorjahr zeigte," sagte Covestro-Chef Markus Steilemann im Gespräch mit der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX.

Neben den in einigen Regionen immer noch eher trägen Geschäften machen den Leverkusenern weiterhin niedrigere Verkaufspreise sowie der schwache US-Dollar zu schaffen. So standen die Absatzpreise angesichts vermehrten Wettbewerbs schon vor der Corona-Krise unter Druck. Der Umsatz fiel nun im abgelaufenen Jahresviertel um knapp 13 Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg im Jahresvergleich dank Kostensenkungen dennoch um rund 7 Prozent auf 456 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb nun wieder ein Überschuss von 179 Millionen Euro (147 Mio VJ) hängen, nachdem im zweiten Quartal noch ein Verlust verbucht werden musste.

Mit Blick auf die Einsparungen ist Manager Steilemann optimistisch, sie zumindest in Teilen im kommenden Jahr wiederholen zu können. "Viele der kurzfristigen Maßnahmen werden sich auch 2021 in deutlichem Umfang wiederfinden." Dauerhaft lasse sich vor allem bei den Reisekosten sparen, "weil wir einfach gelernt haben mit den neuen digitalen Methoden effektiv zu arbeiten." Dagegen dürften 2021 - anders als im corona-geplanten laufenden Jahr - wohl wieder Aufwendungen für Bonuszahlungen an die Mitarbeiter anfallen.

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