VOLKSWAGEN IM FOKUS Wolfsburger wieder besser in der Spur

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
28.10.2020, 08:35  |  279   |   |   

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Der weltgrößte Autobauer Volkswagen (VW) legt an diesem Donnerstag (29. Oktober) seine Zahlen zum dritten Quartal vor. Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen aus der Branche hat VW als Konzern noch keine Eckdaten präsentiert. Daimler , BMW , Continental und andere hatten teils deutlich besser abgeschnitten als befürchtet und zumindest im Tagesgeschäft von Kostensenkungen profitiert. Wie es bei VW aussieht, was die Analysten erwarten und wie die Aktie zuletzt lief.

DAS IST LOS IN WOLFSBURG:

Im dritten Quartal lag VW bei den weltweiten Auslieferungen mit 2,61 Millionen Fahrzeugen nur noch um 1,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auch wenn nach neun Monaten noch ein Rückgang von 18,7 Prozent zu Buche steht, kann VW das als Erfolg sehen. Auf dem wieder besser laufenden chinesischen Markt bestehen als Pkw-Marktführer noch deutliche Aufwärtschancen, wie sie Daimler, BMW und auch die eigene Tochter Audi zuletzt nutzten.

Immerhin scheint es nach dem Absturz in der Krise für die Lkw-Holding Traton bereits wieder etwas besser zu laufen. Trotz der Covid-19-Krise sei die Markterholung im dritten Quartal schneller gelaufen als angenommen, hieß es vergangene Woche von den Münchenern, die unter ihrem Dach das Geschäft der Marken MAN , Scania und der südamerikanischen Volkswagen Caminhões e Ônibus bündeln.

VW setzt derzeit bei seiner Nutzfahrzeugsparte mit Bussen und schweren Lkw ohnehin in großem Stil den Rotstift an. Bei MAN stehen 9500 der insgesamt 39 000 Jobs weltweit zur Disposition, bei Scania läuft ein Stellenabbau über 5000 Arbeitsplätze.

Gleichzeitig leistet sich Traton aber die Komplettübernahme des US-Truckherstellers Navistar, an dem VW schon länger mit knapp 17 Prozent beteiligt ist. Für die restlichen rund 83 Prozent will der Konzern nun rund 3,7 Milliarden Dollar (3,1 Mrd Euro) hinblättern. Das soll dem Unternehmen ein Standbein in den USA, Kanada und Mexiko verschaffen. Volkswagen ist mit seinen Lkw-Geschäften in Europa und Südamerika stark vertreten, in den USA aber hat der Rivale Daimler die Nase vorn.

Bei den Pkws muss sich jetzt die erste große Welle von Elektroautos am Markt bewähren. Jüngst startete der wichtige ID.3, der die Erfolge mit Käfer und Golf in die Elektroära übertragen soll. Die ersten Käufer müssen aber gegen Jahresende noch einmal zum Software-Update in die Werkstatt, weil nicht alle Funktionen der Software rechtzeitig fertig wurden. Um den Jahreswechsel will VW dann mit dem Kompakt-SUV ID.4 nachlegen - mit dem auch das Model Y von US-Elektrorivale Tesla in Schach gehalten werden soll.

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