Experten begrüßen Digitale Rentenübersicht / Aon Expertenforum am Vorabend der ersten Lesung

Nachrichtenagentur: news aktuell
29.10.2020, 15:45  |  176   |   |   
Hamburg (ots) - Am heutigen Donnerstag wird der Bundestag in erster Lesung das
Gesetz zur Digitalen Rentenübersicht behandeln. Experten begrüßten bei einem am
Vortag vom Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen Aon veranstalteten
Expertenforum einhellig das Vorhaben. Aon hatte gemeinsam mit der Universität
Ulm die konzeptionellen Grundlagen für die neue Online-Plattform maßgeblich mit
entwickelt.

Staatssekretär Dr. Rolf Schmachtenberg vom federführenden Bundesministerium für
Arbeit und Soziales erläuterte die Grundzüge des Modells, das die Informationen
verschiedener Versorgungsträger "on-demand" zusammenträgt und dem Bürger zur
Verfügung stellt. Es sei ein wegweisendes Konzept, das optimal Datenschutz mit
Nutzerfreundlichkeit verbinde. Er gehe deshalb davon aus, dass auch das weitere
Gesetzgebungsverfahren zügig abgeschlossen werden könne. Der Start einer
Pilotphase ist dann für Ende 2022 vorgesehen. Staatssekretär Schmachtenberg
machte deutlich: "Wir wollen gemeinsam mit Ihnen einen machbaren Ansatz
verfolgen. Wir müssen vermeiden, ungeduldig jetzt schon für viele besondere
Konstellationen der Altersvorsorge Sonderfunktionen einzufordern. Die Erfahrung
zeigt, dass ehrgeizige und überladene IT-Vorhaben wenig erfolgsfähig sind. Der
Schlüssel ist ein schrittweises Vorgehen."

Das deutsche System der Altersvorsorge ist komplex und unübersichtlich. Zwar
gibt es bereits regelmäßige Informationen der Deutschen Rentenversicherung sowie
der großen Versorgungswerke und Versicherungen, doch gleichen die Informationen
für die Bürgerinnen und Bürger bisher eher einem Flickenteppich. Es oblag
bislang allein ihnen, sich eigenständig einen Überblick über ihre individuellen
Altersbezüge aus den unterschiedlichsten Quellen zu verschaffen - eine Aufgabe,
an denen bis heute viele scheitern.

"Die digitale Rentenübersicht schafft deutlich mehr Bürgernähe und macht es
Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern sichtlich einfacher, sich mit ihrer
individuellen Rentensituation zu befassen", erklärte Prof. Dr. Hans-Joachim
Zwiesler von der Universität Ulm. "Mit der digitalen Renteninformation erreichen
wir, dass individuelle Versorgungslücken rechtzeitig erkannt und gegensteuernde
Maßnahmen früh genug ergriffen werden können. Das trägt dazu bei, das Auskommen
im Rentenalter für jeden Einzelnen sicherer zu machen."

Auch die Versicherungswirtschaft steht dem Vorhaben ausgesprochen positiv
gegenüber. Dr. Peter Schwark vom Gesamtverband der Deutschen
Versicherungswirtschaft (GDV) begrüßte die staatliche Initiative: "Die
verständliche Darstellung der Versorgungssituation stärkt die Eigenverantwortung
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