ROUNDUP 3 Erholung im Klinikgeschäft stützt Fresenius - Seite 2

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
29.10.2020, 15:55  |  268   |   |   

Im dritten Quartal profitierten die Südhessen davon, dass in den 86 deutschen Krankenhäusern der Tochter Helios Operationen nachgeholt wurden, die in der Pandemie zugunsten von Corona-Patienten verschoben worden waren. Auch in den Kliniken in Spanien gab es wieder mehr Eingriffe, sodass der Umsatz von Helios um acht Prozent kletterte und das Ergebnis um mehr als ein Viertel anstieg.

Bei der Flüssigmedizintochter Kabi, die etwa Infusionen, Narkosemittel und klinische Ernährung anbietet, erholten sich die Geschäfte in Europa und China, während sie auf dem wichtigen US-Markt jedoch schwächelten. Kabi wies somit Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis aus. Die auf Gesundheitsprojekte spezialisierte Tochter Vamed kam aus den roten Zahlen nicht heraus, sie traf erneut schwer, dass Projekte und Aufträge verschoben wurden.

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Der Dialyseanbieter Fresenius Medical Care (FMC) litt dagegen unter dem Verfall des US-Dollar. Der Umsatz stagnierte bei rund 4,4 Milliarden Euro. FMC ist stark in den USA aktiv, Umsätze in Dollar verlieren bei der Umrechnung in den starken Euro an Wert. Belastend hinzu kamen erwartungsgemäß geringere Erstattungsbeiträge für Medikamente zur Senkung des Kaliumspiegels (Kalizimimetika). Zudem waren Dialysebehandlungen wegen teils schwerer Covid-19-Verläufe bei Patienten ausgefallen, weil diese ins Krankenhaus mussten oder starben. Dank eines guten Kostenmanagements stieg das Ergebnis jedoch um sieben Prozent auf 354 Millionen Euro.

Die Corona-Krise hatte Fresenius im Sommer gerade im Klinikgeschäft getroffen. So hatte der Konzern die Zahl der Intensivbetten aufgestockt und Operationen verschoben. Da die Pandemie aber hierzulande glimpflich verlief, standen viele Intensivbetten leer. Gelder des Bundes konnten fehlende Einnahmen aus aufgeschobenen Operationen nur mildern. Weil weniger operiert wurde, kamen auch weniger Arzneien und Narkosemittel von Kabi zum Einsatz.

Angesichts des am Mittwoch von Bund und Ländern beschlossenen Teil-Lockdowns mit vorübergehender Schließung etwa von Bars und Kinos sprach sich Sturm für ein gezielteres und angemesseneres Vorgehen der Politik gegenüber dem Krankenhaussektor aus. "Die Maßnahmen aus dem Frühjahr dürfen nicht einfach wiederholt werden." Helios sei in seinen Kliniken in Deutschland und in Spanien in der Lage, den normalen Betrieb auch bei einer deutlich steigenden Fallzahl von Covid-19-Patienten aufrecht zu halten.

Ein generelles Aufschieben nicht zwingend nötiger Operationen will Fresenius vermeiden. Die deutschen Helios-Kliniken haben 1300 Intensivbetten in Betrieb und können kurzfristig weitere 1000 bereitstellen, wie der Konzern jüngst betonte. Das seien 700 mehr als im Frühjahr. Stand Ende Oktober waren ein Drittel der Intensivbetten frei./tav/als/mne/he

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ROUNDUP 3 Erholung im Klinikgeschäft stützt Fresenius - Seite 2 Der Krankenhaus- und Medizinkonzern Fresenius und seine Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) manövrieren weiterhin ohne größere Blessuren durch die Corona-Krise. Dank einer Erholung seiner Klinikgesellschaft Helios und einem Ergebnissprung …

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