BMW IM FOKUS China gibt neuen Schwung - Wie sieht Zipse die Corona-Lage?

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
30.10.2020, 08:35  |  187   |   |   

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Den Auto- und Motorradbauer BMW plagten im bisherigen Jahr die gleichen Sorgen wie die gesamte Branche. In den vergangenen Monaten hellte sich das Bild etwas auf - doch angesichts steigender Infektionszahlen in Europa und Amerika steht die Erholung schon wieder auf wackligen Füßen. Wie BMW die Dinge sieht, wird Chef Oliver Zipse am kommenden Mittwoch (4. November) mit den Quartalszahlen erläutern. Was bei BMW los ist, was Analysten sagen und wie die Aktie läuft.

SO LÄUFT ES BEI DEN MÜNCHENERN:

BMW hat genau wie die Konkurrenz von Volkswagen und Daimler im zweiten Quartal einen Verlust eingefahren. Dabei kamen die Bayern aber etwas glimpflicher davon als die beiden Rivalen aus Wolfsburg und Stuttgart, auch weil sie etwas kleiner sind und keine schweren Nutzfahrzeuge im Programm haben. Nun sieht es aber für das dritte Quartal in der Branche wieder deutlich angenehmer aus, weil die Hersteller die vollen Lager nutzen können.

Bei BMW hat das genau wie bei Daimler zwischen Juli und Ende September für eine deutliche Entspannung bei der Kassenlage gesorgt - so viel haben die Weißblauen schon verraten. So flossen im Automobilbau 3,1 Milliarden Euro freie Mittel in die Kassen, nachdem im ersten Halbjahr 2,5 Milliarden Euro fehlten. BMW war bei Fixkosten und Investitionsausgaben spürbar auf die Bremse getreten.

Im Licht der jüngsten Zahlen sieht die bisherige Maßgabe von Finanzchef Nicolas Peter, im Gesamtjahr alles für einen positiven Free Cashflow in der Autosparte zu tun, doch deutlich erreichbarer aus. Die Aussichten könnten sich nun erheblich aufgehellt haben.

Im dritten Quartal hatte BMW konzernweit 675 680 Autos verkauft, das waren 8,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei der lukrativen Stammmarke waren es sogar 9,8 Prozent mehr Autos. Im größten Einzelmarkt China hatte das Absatzplus von BMW und Mini fast ein Drittel betragen. Auch in Europa lag das Unternehmen komfortabel im Plus.

BMW bestätigte die Jahresprognose für die Ergebnisse, sprach aber von weiter hoher Unsicherheit. Für die Autosparte geht BMW damit weiter von einer operativen Marge beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen von null bis drei Prozent vom Umsatz aus.

Ob sich die Münchner noch viel länger mit Verlusten im Mobilitäts-Gemeinschaftsunternehmen mit Daimler herumschlagen will, scheint immer fraglicher. Jüngst kochte das Thema in den Medien wieder hoch, einzelne Teile des Joint Ventures haben demnach das Interesse auf sich gezogen. Uber soll laut "Manager-Magazin" über eine Milliarde Euro für den Fahrtenvermittler Free Now geboten haben. Auch die Parkplatz-App Park Now könnte laut der Nachrichtenagentur Bloomberg vor einem Verkauf stehen.

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