ZDK E-Fuels und Wasserstoff können CO2-Bilanz schnell verbessern helfen

Nachrichtenagentur: news aktuell
30.10.2020, 11:50  |  166   |   |   
Bonn (ots) - Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) können sehr
schnell dazu beitragen, die CO2-Bilanz zu verbessern. Daher fordert der
Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) das Bundesumweltministerium
dazu auf, den vorliegenden Referentenentwurf der nationalen Umsetzung der
europäischen Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II) nachzubessern. Dabei müsse
die im Juni veröffentlichte Nationale Wasserstoffstrategie der Bundesregierung
berücksichtigt werden.

"Zur Verbesserung der CO2-Bilanz gilt es, alle möglichen Maßnahmen und
Minderungspotenziale auszuschöpfen", so ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn. "Dazu
gehört Wasserstoff genauso wie die E-Fuels."

Der Fahrzeugbestand in Deutschland von über 53 Millionen Pkw und Nutzfahrzeugen
sollte laut Peckruhn Anreiz genug sein, um den enormen Hebel von E-Fuels auch
als Brückentechnologien, zum Beispiel als Kraftstoffbeimischungen, zu erkennen.
Das Durchschnittsalter von Pkw steige seit dem Jahr 2000 ständig an (von 6,9
Jahren auf inzwischen 9,6 Jahre in 2019). Ein klimafreundlicher Betrieb könne
für eine schnelle Verbesserung der CO2-Bilanz sorgen. Nicht zuletzt trage der
Einsatz von E-Fuels maßgeblich zum Erhalt der automobilen Wertschöpfungstiefe
bei, und das sowohl in der Fahrzeugproduktion als auch im Kraftfahrzeuggewerbe.

Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe als Energieträger der Zukunft müssten
auf Basis regenerativer Energiequellen umweltfreundlich hergestellt werden.
Eingesetzt in Brennstoffzellenfahrzeugen sei Wasserstoff aus Ökostrom
klimaneutral und frei von schädlichen Emissionen. "Eine Festlegung auf
E-Fahrzeuge und der regulatorische Ausschluss alternativer Antriebstechnologien
insbesondere für Pkw stellt eine Gefahr für das Senken der Emissionswerte und
das Erreichen der Klimaziele dar", betont Peckruhn.

"Wir brauchen Technologieoffenheit, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu
stärken. Technologien setzen sich langfristig nicht durch Subventionen, sondern
aufgrund einer fairen Wettbewerbssituation durch. Und die ist aktuell nicht
gegeben", so der ZDK-Vizepräsident. "Klimaneutral betriebene Verbrennungsmotoren
müssen auch aus Kundensicht eine Zukunft haben. Das zwangsläufige Ende des
Verbrennungsmotors herbeizureden und diese Antriebsart ab dem Jahr 2026 für
überholt zu erklären, wie das VW-Chef Diess kürzlich getan hat, ist der absolut
falsche Weg."

Pressekontakt:

Ulrich Köster, ZDK-Pressesprecher
Tel.: 0228/ 91 27 270
E-Mail: mailto:koester@kfzgewerbe.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7865/4749037
OTS: Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe
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