Wochenvorschau vom 31. Oktober bis 06. November 2020

Gastautor: Dr. Ulrich Kater
30.10.2020, 14:19  |  2353   |   |   

Die wichtigsten Ereignisse der kommenden Woche

USA: Anzahl der Wahlmänner nach Umfragen (Dienstag)
Die US-Wahlen (u.a. Präsidentschaft und Kongress) beginnen am Dienstag, die ersten Ergebnisse von Bundesstaaten liegen ab Mittwoch 1:00 Uhr nachts vor. Hierbei gilt: Der Kandidat, der in einem Bundesstaat die meisten Stimmen erhält, bekommt alle Wahlmänner dieses Bundesstaates. Nur in wenigen Bundesstaaten gilt diese Regel nicht. Wirklich spannend wird es um 2:00 Uhr, wenn das Ergebnis von Florida gemeldet wird. Sollte Herausforderer Joe Biden diesen Staat gewinnen, wäre ihm die Präsidentschaft wohl nahezu sicher. Allerdings besteht aufgrund des sehr hohen Anteils an Briefwählern das Risiko, dass am Mittwoch noch für einige Bundesstaaten keine hinreichend genauen Ergebnisse vorliegen. Statt einer Wahlnacht könnte es auch zu einer Wahlwoche werden.

Bank of England: Leitzins (Donnerstag)
Bei ihrem November-Zinsentscheid wird die Bank of England ihre neuen Prognosen vorstellen. Diese beinhalten die makroökonomischen Folgen des Brexits ab dem 1. Januar 2021. Die britische Wirtschaft steht derzeit unter einem enormen Stresstest. Die Erholung nach dem massiven Corona-Einbruch im zweiten Quartal (-19,8% ggü. Vorquartal) wird derzeit durch die zweite Corona-Welle sowie durch die anhaltende Brexit-Unsicherheit stark ausgebremst. Zur Unterstützung der Wirtschaft bei der Bewältigung dieser beiden Belastungen dürften die britischen Notenbanker ihren expansiven Kurs weiterhin bestätigen und eine Verlängerung ihrer Wertpapierkäufe beschließen, etwa um weitere 100 Mrd. GBP bis Mitte 2021. Allerdings stehen Negativzinsen kurzfristig nicht auf der Agenda.

USA: Arbeitsmarktbericht (Freitag)
Die Dynamik der US-Wirtschaft flacht sich weiter ab. Dies deutet die überwiegende Mehrheit der Konjunkturindikatoren an. Der Arbeitsmarktbericht für Oktober dürfte hierbei keine Ausnahme bilden. Der von uns erwartete Beschäftigungsaufbau von 550 Tsd. wäre in „normalen“ Wachstumszeiten gigantisch. Angesichts des niedrigen Beschäftigungsniveaus ist der Zuwachs aber enttäuschend. Belastend wirkt im Oktober zusätzlich der Wegfall von ca. 150 Tsd. zeitlich befristeten Stellen. Diese wurden aufgrund der diesjährigen Volkszählung geschaffen und fallen nun wieder weg. Die Entwicklung der Erwerbspersonen in den vergangenen Monaten erschwert weiterhin die Prognose der Arbeitslosenquote. Dadurch, dass sich sehr viele Menschen vom Arbeitsmarkt verabschiedet haben, ist die Arbeitslosenquote um knapp 3 Prozentpunkte nach unten verzerrt.

Das ausführliche Dokument können Sie hier lesen.


Disclaimer: Diese Darstellungen inklusive Einschätzungen wurden von der DekaBank nur zum Zwecke der Information des jeweiligen Empfängers erstellt. Die Informationen stellen weder ein Angebot, eine Einladung zur Zeichnung oder zum Erwerb von Finanzinstrumenten noch eine Empfehlung zum Erwerb dar. Die Informationen oder Dokumente sind nicht als Grundlage für irgendeine vertragliche oder anderweitige Verpflichtung gedacht. Sie ersetzen keine (Rechts- und / oder Steuer-) Beratung. Auch die Übersendung dieser Darstellungen stellt keine derartige beschriebene Beratung dar. Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert und zusammengestellt. Die hier abgegebenen Einschätzungen wurden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen und stammen aus oder beruhen (teilweise) auf von uns als vertrauenswürdig erachteten, aber von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen. Eine Haftung für die Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der gemachten Angaben und Einschätzungen, einschließlich der rechtlichen Ausführungen, ist ausgeschlossen. Die enthaltenen Meinungsaussagen geben die aktuellen Einschätzungen der DekaBank zum Zeitpunkt der Erstellung wieder, die sich jederzeit ohne vorherige Ankündigung ändern können. Jeder Empfänger sollte eine eigene unabhängige Beurteilung, eine eigene Einschätzung und Entscheidung vornehmen. Insbesondere wird jeder Empfänger aufgefordert, eine unabhängige Prüfung vorzunehmen und/oder sich unabhängig fachlich beraten zu lassen und seine eigenen Schlussfolgerungen im Hinblick auf wirtschaftliche Vorteile und Risiken unter Berücksichtigung der rechtlichen, regulatorischen, finanziellen, steuerlichen und bilanziellen Aspekte zu ziehen. Sollten Kurse/Preise genannt sein, sind diese freibleibend und dienen nicht als Indikation handelbarer Kurse/Preise. Bitte beachten Sie: Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Diese Information inklusive Einschätzungen dürfen weder in Auszügen noch als Ganzes ohne schriftliche Genehmigung durch die DekaBank vervielfältigt oder an andere Personen weitergegeben werden.

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Gastautor

Dr. Ulrich Kater
Chefvolkswirt, DekaBank

Der promovierte Volkswirt war von 1995 bis 1999 im Stab der „fünf Wirtschaftsweisen“ für die Themen Geldpolitik und Kapitalmarkt verantwortlich. Seit 1999 hat er maßgeblich zum Aufbau der Volkswirtschaftlichen Abteilung der DekaBank beigetragen, ist seit 2004 Chefvolkswirt der DekaBank und übernahm 2006 den Vorsitz der Kommission Wirtschaft und Finanzen im Verband Öffentlicher Banken, den er bis heute innehat.

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