Green-, Social- & Sustainability-Bonds: Mangelnder Regulationsdruck führt zu Vielfalt bei nachhaltigen Anleihenklassen

Gastautor: Simon Weiler
05.11.2020, 11:12  |  129   |   |   

Anleger interessieren sich zunehmend für nachhaltige Anleihenklassen. Dazu gehören vor allem Green Bonds, Social Bonds und Sustainability Bonds. Mangels einheitlicher und verbindlicher Nachhaltigkeitsleitlinien kamen inzwischen Sustainability-linked Bonds, Positive Impact Covered Bonds, Blue Bonds und Transition Bonds hinzu. Aber nicht alle nachhaltigen Anleihen-formen haben tatsächlich eine soziale und/oder ökologische Wirkung. Zudem haben bislang ein-zig Green Bonds mit einem Volumen von 701 Mrd. Euro und einer großen Bandbreite an Laufzeiten eine ausreichende Marktreife erreicht, um eigenständig bewirtschaftet werden zu können.

Nachhaltige Anleihenklassen wie Green Bonds, Social Bonds und Sustainability Bonds erfreuen sich zunehmender Nachfrage, was den Markt wachsen lässt. Während die Emittenten mit Green Bonds Projekte finanzieren, die einen unmittelbaren positiven Einfluss auf die Umwelt und den Klimawan-del haben, stehen bei Social Bonds die Bereiche Gesundheit, Bildung, soziale Basis-Infrastruktur und Arbeitnehmerschutz im Fokus. Mit den über sie finanzierten Projekten wird eine positive Wirkung in sozialen Bereichen erzielt. Sustainability Bonds haben den Zweck, sowohl soziale Projekte als auch Projekte mit ökologischem Fokus zu realisieren.

Das Fehlen einheitlicher und verbindlicher Nachhaltigkeitsleitlinien hat dazu geführt, dass weitere nachhaltige Anleihenformen entstanden sind: Neben den genannten Varianten existieren mittler-weile Sustainability-linked Bonds, Positive Impact Covered Bonds, Blue Bonds und Transition Bonds. Während einige Formen wie Positive Impact Covered Bonds und Blue Bonds nur besondere Formen der Green Bonds mit einer noch spezifischeren Mittelverwendungsdefinition sind, dienen Sustainability-linked Bonds und Transition Bonds nicht der Finanzierung explizit nachhaltiger oder sozialer Projekte. Dies lässt an der positiven sozialen und ökologischen Wirkung dieser Anleihen zweifeln.

» Jetzt auf e-fundresearch.com weiterlesen

Diesen Artikel teilen


ANZEIGE


Broker-Tipp*

Über Smartbroker, ein Partnerunternehmen der wallstreet:online AG, können Anleger ab null Euro pro Order Wertpapiere erwerben: Aktien, Anleihen, 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag, ETFs, Zertifikate und Optionsscheine. Beim Smartbroker fallen keine Depotgebühren an. Der Anmeldeprozess für ein Smartbroker-Depot dauert nur fünf Minuten.

* Wir möchten unsere Leser ehrlich informieren und aufklären sowie zu mehr finanzieller Freiheit beitragen: Wenn Sie über unseren Smartbroker handeln oder auf einen Werbe-Link klicken, wird uns das vergütet.



 


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Green-, Social- & Sustainability-Bonds: Mangelnder Regulationsdruck führt zu Vielfalt bei nachhaltigen Anleihenklassen Anleger interessieren sich zunehmend für nachhaltige Anleihenklassen. Dazu gehören vor allem Green Bonds, Social Bonds und Sustainability Bonds. Mangels einheitlicher und verbindlicher Nachhaltigkeitsleitlinien kamen inzwischen Sustainability-linked Bonds, Positive Impact Covered Bonds, Blue Bonds und Transition Bonds hinzu. Aber nicht alle nachhaltigen Anleihenformen haben tatsächlich eine soziale und/oder ökologische Wirkung. Zudem haben bislang einzig Green Bonds mit einem Volumen von 701 Mrd. Euro und einer großen Bandbreite an Laufzeiten eine ausreichende Marktreife erreicht, um eigenständig bewirtschaftet werden zu können.

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel