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Peter Rieder Vermögen AG „Durch unsere Asset Allocation konnten wir die Corona-Krise bisher sehr gut meistern.“

Gastautor: Seyit Binbir
05.11.2020, 16:06  |  1884   |   |   

Interview mit Peter Rieder, Vorstand der Peter Rieder Vermögen AG.

Insbesondere für Aktien-Investoren waren die vergangenen Monate nicht gerade einfach. Und da die Corona-Pandemie wieder Fahrt aufgenommen hat – inklusive Lockdowns – dürfte sich daran bis auf weiteres nichts ändern. Profis und private Anleger gleichermaßen kämpfen erneut mit einer spürbaren Volatilität an den Aktienmärkten. Buy, hold oder sell – die Antwort auf jene Frage war selten so schwierig wie momentan. Das ist Grund genug, jemanden mit mittlerweile 30 Jahren Erfahrung bei der Vermögensberatung und der Vermögensanlage nach seiner Einschätzung zu fragen. Peter Rieder ist Gründer und Vorstand der Peter Rieder Vermögen AG im bayerischen Waldkraiburg. „Der größte Fehler ist bekanntlich, ständig aus- und einzusteigen, um Trends zu nutzen.“, sagt der 52-Jährige. Im Interview erläutert er die – aus seiner Sicht – Perspektiven der internationalen Aktienmärkte und vor allem jener Investoren, die Aktien- und Aktienfonds-Investments nicht als Sprint, sondern als Mittel- oder gar Langstreckenlauf betrachten.

Herr Rieder, Geldanlage ist normalerweise kein reiner Selbstzweck. Welche Ziele bevorzugen Ihre Kunden?

Letztlich möchten die meisten Kunden die Sorge um ihr Geld an jemanden abgeben, der sich vernünftig darum kümmert. Unabhängig vom Betrag – ob es nun um mehrere 10.000 Euro oder gleich um Millionen geht. Klar ist zugleich aber auch, dass das Thema „Sicherheit“ bei fast allen Investoren höchste Priorität hat. Aber jene Sicherheit ist, wie wir wissen, eine relative Sache – je nach Standpunkt des Betrachters. Mit die größte Sicherheit bieten erstklassige Schuldtitel etwa der Bundesrepublik Deutschland.

Doch wir kennen die Straf- oder Nullzinspolitik, die bei erstklassigen Bonds zu Minus-Renditen geführt hat. Wer unserem Finanzminister beispielsweise zehn Jahre lang sein Vermögen anvertraut, der hat am Ende  weniger als heute. Berücksichtigt man zudem Inflation und Einkommensteuer, wird es noch schlimmer. Somit sind Bundesanleihen und andere vergleichsweise sichere Rentenpapiere nichts anderes als Vermögensvernichtung.

Fast jeder Anleger will aber, dass sein Vermögen real wächst – und das mit einer akzeptablen Rendite. Aus meiner Sicht gibt es deshalb keine Alternative zu erstklassigen Aktienfonds, sofern der Investor einen längeren oder langen Atem hat.

Welche Strategie oder auch Strategien legen Sie Ihren Kunden bei der Geldanlage besonders ans Herz?

Ich selbst kann mittlerweile 30 Jahre Berufserfahrung bei der Vermögensberatung und der Vermögensanlage vorweisen. Deshalb habe ich mich vor einigen Jahren entschlossen, die Essenz meines Knowhows in eine eigene Fondsvermögensverwaltung einzubringen. Diese bietet unseren Kunden eine ordentliche Wertentwicklung bei einer möglichst hohen Wertstabilität. Konkret bedeutet dies: Unsere Strategie „Peter Rieder Best Select“ ist nunmehr seit knapp fünf Jahren am Markt und entwickelt sich sehr positiv.

Jedes Investment ist so individuell wie der Anleger selbst. Dies bedeutet sicher, dass die Strategie „Einer für Alle“ bei der Vermögensanlage nur selten passt…

Das stimmt, deshalb ist unsere Fondsstrategie das Basisinvestment jeder individuellen Vermögensstrategie. Abhängig von der Lebenssituation des Kunden, seinem Anlagehorizont und auch seiner Risikobereitschaft reichern wir die Portfolios an mit „Satelliten“ aus unterschiedlichen Asset-Klassen. Dadurch können wir möglichst stabile und andererseits auch ertragreiche Konstellationen verwirklichen. Hier sind wir sehr individuell unterwegs, indem wir uns bis ins Detail an den jeweiligen Kundenwünschen und Kundenbedürfnissen orientieren.

Im Rückblick auf die vergangenen 50 Jahre, was durchaus empfehlenswert ist angesichts der momentanen Corona Krise: Was waren für Sie die einschneidenden Ereignisse in punkto Investments während dieser Zeit?

Das vergangene halbe Jahrhundert war im Grunde voller Krisen. Etwa die zwei Ölkrisen in den 1970er Jahren, der Schwarze Börsenmontag 1987, die Asienkrise, die Dotcom-Blase, 9/11, über die Finanzkrise 2008 bis heute, da wir uns mitten in der Coronakrise finden. Trotz allem konnten Anleger mit Aktienfonds hohe Renditen erzielen, die nicht zuletzt in den vergangenen 50 Jahren eine erkennbare Vermögensbildung ermöglicht haben.

Hätte ein Anleger vor 50 Jahren in einen guten Aktienfonds investiert, er könnte sich heute zweifellos über einen stattlichen Vermögenszuwachs freuen. Aber welcher Anleger behält schon die Nerven, etwa an einem Schwarzen Montag oder angesichts eines Lockdowns?

Genau deshalb ist es so wichtig, ein strukturiertes Portfolio zu haben, mit dem sich der jeweilige Anleger identifizieren kann. Nur so kann er die Krisen, Baissezeiten und praktisch alle Verwerfungen aussitzen, um dann in den sonnigeren Phasen wieder voll zu profitieren. Bekanntlich ist der größte Fehler, ständig aus- und einzusteigen mit dem Ziel, Trends zu nutzen. Das versuchen viele, aber nur den wenigsten gelingt dies. Und falls ja, dann meist nur mit Glück. In solchen Fällen ist genau das Gegenteil der Fall. Man läuft vergeblich den Trends hinterher und verliert am Ende. Merke: Hin und her macht Taschen leer.

Erneut ein Rückblick auf die vergangenen teils sehr schwierigen Monate. Wie haben Ihre Strategien während dieser Zeit abgeschnitten?

Mit unserer Fondsvermögensverwaltung „Peter Rieder Best Select“ wählen wir – wie es die Bezeichnung impliziert – die nach unserer Meinung besten Fonds am Markt und fügen sie in unserer Strategie zusammen. Entscheidend ist, dass wir dabei auf die handelnden Personen, also das jeweilige Fondsmanagement und nicht in erster Linie auf momentan vermeintlich interessante Märkte setzen. Unsere Partner müssen unsere hohen Erwartungen für unsere Anleger jederzeit und nachhaltig erfüllen können. Zumindest müssen sie dies für die Vergangenheit nachweisen. Somit schauen wir bei jedem Fonds auf den jeweiligen Track Record.

Können Sie hier einige Beispiele nennen?

Gleich zwei meiner Favoriten-Fonds kommen aus ein und demselben Haus. Das sind der PRIMA – Global Challenges sowie der PRIMA –Globale Werte.

Der PRIMA – Global Challenges ist ein Fonds, der nach den ESG-Richtlinien, also mit nachhaltigen und ökologischen Werten, investiert. Dieser Fonds wurde von unabhängigen Seiten mehrfach ausgezeichnet und zählt in punkto Rendite zu den besten Nachhaltigkeitsfonds, die in Deutschland angeboten werden.

Da wir in Menschen investieren, wie eben gesagt, noch ein Detail dazu: Gemanagt wird der Fonds von Dr. Hendrik Leber und seinem Team von Acatis, einem der besten und erfolgreichsten Fondsmanager, die wir derzeit in Europa haben. Mit dem „PRIMA – Globale Werte“ haben wir einen erstklassigen international investierenden Mischfonds, der von Frank Fischer, einem nachgewiesen exzellenten Fondsmanager, gemanagt wird. Beide Fonds liefern sehr gute Erträge für unser Gesamtportfolio und haben dies auch in der Vergangenheit beeindruckend getan.

Wie hat sich denn Ihre Vermögensverwaltung in dieser Zeit geschlagen?

Durch unsere Asset-Allokation konnten wir die Coronakrise bisher sehr gut meistern. Seit Beginn des Jahres ist für uns das Thema „Kapitalerhalt“ mit Abstand das Wichtigste. Das haben wir bis dato geschafft, sodass unsere Kunden keine Verluste erleiden mussten, trotz der teils massiven Verwerfungen an den Aktienmärkten.

Immerhin…

Viel wichtiger ist für uns verständlicherweise die langfristige Wertentwicklung. Unser erklärtes Ziel ist, für unsere Kunden rund 5 % im Jahresschnitt nach Abzug aller Kosten zu erzielen, sofern sie mindestens fünf Jahre investiert sind. Wir sind nun ca. seit 4,5 Jahren „am Netz“ und haben bis heute eine Wertentwicklung von 4,07 % p.a. nach Kosten per 31.10.2020 erreicht – und das trotz Corona! Unsere Kunden sind, wie Sie sich vorstellen können, sehr zufrieden. Bis zur Coronakrise hatten wir eine Wertentwicklung von über  6,5 % p.a.

Auch in den nächsten Jahren wird es sicherlich weitere Turbulenzen an den Märkten geben, aus welchen Gründen auch immer. Anleger können das sicher nicht verhindern, aber strategische Vorkehrungen treffen, um Vermögensschäden zu begrenzen. Welche strategischen Ansätze empfehlen Sie da?

Wir haben ja zwei Ebenen. Zum einen die des jeweiligen Fondsmanagers. Insbesondere in Krisenzeiten trennt sich sehr schnell die Spreu vom Weizen. Hier setzen wir auf die besten Köpfe und Teams, um durch Krisenzeiten gut durchzukommen. Die zweite Ebene ist unsere Fondsallokation. Wir können sehr kurzfristig auf Marktverwerfungen reagieren und die Aktienfonds theoretisch auf null herunterfahren. Wir haben dieses Jahr im März dadurch die Aktienquoten gesenkt und dann aber relativ schnell wieder erhöht. Nur durch ständige Marktbeobachtung und gute Analyse kann man entsprechende Ergebnisse erzielen.

Ein noch weiterer Blick in die Zukunft: Praktisch jedes Jahrzehnt hat seine Themen. Welches also sind nach Ihrer Meinung die Trends der Zukunft?

Es wird sicherlich einige Trends geben. Die Frage ist nur, ob die meisten von ihnen nicht doch einen denkbar kurzen Atem haben. Nach meiner Meinung wird es zwei Megatrends geben, die zunehmend Fahrt aufnehmen. Dies ist zum einen Nachhaltigkeit in allen denkbaren Facetten und Schattierungen. Auch wenn wir, und da meine ich im Grunde die gesamte Menschheit, momentan wegen der Coronakrise scheinbar andere Schwerpunkte haben, so werden wir in absehbarer Zeit wieder dieses Thema in den Fokus nehmen. Die Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie, die Schaffung menschenwürdiger Bedingungen überall auf der Welt und, und, und. Unternehmen, die im weitesten Sinne nachhaltig agieren, werden aus meiner Sicht bei den Investoren in den nächsten Jahren und auch Jahrzehnten besonders gefragt sein.

Ein weiterer Megatrend ist, wie ich glaube, das Thema Technik und Innovation. Mit einiger Sicherheit noch mehr als heute. Technik im Hinblick auf künstliche Intelligenz (KI), das große und weite Feld des Online-Shoppings sowie, nicht zu vergessen, der Kommunikation. Auch nach Corona werden wir mit einiger Wahrscheinlichkeit deutlich mehr Menschen daheim im Homeoffice arbeiten als heute. Die Pandemie hat eine sich abzeichnende Entwicklung lediglich beschleunigt und nicht erst in Gang gesetzt. Übrigens: Auch hier bietet PRIMA mit seinem Technik- und Innovationsfonds PRIMA Zukunft seit kurzem einen außerordentlich attraktiven Aktienfonds, der ebenfalls von Dr. Hendrik Leber und seinem Team bei Acatis gemanagt wird.



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