Bidenomics voraus Sehen die Märkte blau?

Nachrichtenquelle: easyfolio
05.11.2020, 18:55  |  146   |   |   

Die Rückzugsgefechte des (vermutlich) abgewählten US-Präsidenten dürften die Märkte noch einige Zeit beschäftigen. Langfristig von den Plänen seines Nachfolgers Joe Biden beirren lassen werden sich die Börsen aber kaum. Zumal der Demokrat für seine Politik erst Mehrheiten finden muss. 

Oops, he did it again? Nicht wirklich, aber zumindest ist es Donald Trump gelungen, die Demoskopen nach 2016 erneut Lügen zu strafen, indem er „schockierend stark“ (DIE ZEIT) aus dem Rennen um die US-Präsidentschaftswahl hervorgegangen ist. Entgegen den Prognosen deutete lange alles auf eine Pattsituation hin, die noch Gerichte beschäftigen und Stimmennachzählungen bedeuten könnte. Damit war exakt das eingetreten, was die Märkte am meisten fürchten: Unsicherheit. Und der S&P 500? Drehte ins Plus. Stellt sich die Frage: Was war da los?

Die Antwort: Die Märkte waren mit dieser Wette auf die Zukunft ihrer Zeit mal wieder ein gutes Stück voraus. Während Trump noch seinen Sieg verkündete, hatten sie bereits erkannt, dass Joe Biden genug Wahlmänner für den Einzug ins Weiße Haus zusammenbekommen, seine Demokratische Partei aber nicht die Kontrolle über den Senat würde übernehmen können. Dieses Divided-Government-Szenario aus einem Präsidenten, der schnell eine Stimulus Bill für die notleidende Wirtschaft verabschieden will, und einem Senat, der die Pläne Bidens für höhere Steuern einhegen dürfte, gilt unter Beobachtern als sogenannter Sweet Spot für die Märkte, als wirksamste Konstellation, um eben diese Steuererhöhungen zu verhindern und das nächste Hilfspaket auf den Weg zu bringen.

Biden der gemäßigte Demokrat

Daran zeigt sich, wie pragmatisch die Märkte auf politische Veränderungen reagieren. Die beispiellose Machtfülle der US-Präsidenten könnte zwar vermuten lassen, ein Wechsel an der Spitze der größten Volkswirtschaft der Erde sei maßgeblich für ihre langfristige Entwicklung. Der Wahlkampf hat sein Übriges getan, diesen Eindruck noch zu verstärken. Immer wieder hat die Kampagne Donald Trumps vor dem „Sozialisten“ Joe Biden gewarnt, der die USA durch höhere Steuern, wachsende Staatsausgaben und schärfere Regulierung in den Abgrund führen werde. Für nicht wenige Republikaner an der Wall Street steht der Demokrat denn auch unverändert für eine feindliche Übernahme durch die radikale Linke.

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