ROUNDUP 2/Kampf gegen das Coronavirus So hart greift Europa durch

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
08.11.2020, 14:05  |  138   |   |   

(Neu: jeweils mehr als 40 000 Corona-Tote in Frankreich und Italien sowie zahlreiche weitere Details)

BRÜSSEL/MADRID/PARIS (dpa-AFX) - Massen-Schnelltests, rote Zonen und Ausgangssperren: Europa kämpft mit allen Mitteln gegen das Coronavirus. Einige Länder machen fast komplett dicht, andere gehen Sonderwege. Milde sind die Maßnahmen derzeit fast nirgendwo. Ein Überblick:

Aus dem Haus nur mit triftigem Grund

In FRANKREICH, wo infolge der Pandemie inzwischen mehr als 40 000 Menschen starben, sind die Regeln mit am strengsten. Die Menschen dürfen nur mit triftigem Grund vor die Tür - etwa um zur Arbeit zu gehen. Spaziergänge und Sport sind nur in einem Umkreis von einem Kilometer vom Wohnort für eine Stunde am Tag erlaubt. Wer das Haus verlässt, muss ein Formular mit dem Grund mitführen. Alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte sind geschlossen. Auch Theater, Kinos, Restaurants und Cafés sind dicht. Schulen und Kitas bleiben offen. Der Gesundheitsnotstand wurde bis zum 16. Februar verlängert.

Auch die Regierung in GRIECHENLAND hat die Notbremse gezogen: Seit Samstagmorgen 6.00 Uhr gilt ein dreiwöchiger Lockdown. Bis auf lebenswichtige Geschäfte wie Supermärkte ist alles zu. Von 21.00 abends bis 5.00 Uhr morgens gilt eine Ausgangssperre. Wer einkaufen oder zum Arzt gehen will, muss die Behörden per SMS informieren. Kitas und Grundschulen sind offen, alle übrigen Schulen zu.

In ÖSTERREICH gilt wie in Deutschland ein Teil-Lockdown. Die Gastronomie und fast das gesamte Kultur- und Freizeitangebot sind zunächst bis Ende November geschlossen. Zwischen 20 Uhr und 6 Uhr dürfen die Menschen ihre Wohnung nur noch mit gutem Grund verlassen. Im Gegensatz zum Lockdown im Frühjahr bleiben dieses Mal aber der Handel und auch die meisten Schulen offen.

Nur lebensnotwendige Geschäfte dürfen öffnen

Mit jeweils mehr als 1500 Corona-Infizierten pro 100 000 Einwohner binnen 14 Tagen sind Belgien und Tschechien von der Pandemie in Europa extrem hart getroffen. Entsprechend streng sind die Maßnahmen.

In BELGIEN sind die meisten Läden geschlossen. Restaurants, Cafés und Bars sind ebenso dicht wie Friseure, Massage- und Schönheitssalons. Ausnahmen gibt es nur für lebensnotwendige Geschäfte. Nachts gelten Ausgangssperren. Jeder Haushalt darf nur eine Person pro Woche empfangen; bei Singles sind es zwei - aber nicht zeitgleich.

In TSCHECHIEN gilt bis zum 20. November ein Notstand mit weitgehenden Ausgangsbeschränkungen und einer nächtlichen Ausgangssperre. Restaurants und Schulen sowie die meisten Geschäfte sind geschlossen.


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