Von Amazon bis Facebook – Biden als bestes Szenario?

Gastautor: Daniel Saurenz
10.11.2020, 06:13  |  217   |   |   
USA_Börse_WallStreet_FotoliaDie Aktienmärkte haben auf die US-Wahlen mit Erleichterung reagiert. Ein Grund dafür dürfte neben dem Abbau von Absicherungen gewesen sein, dass der Wahlausgang (Präsident Biden, geteilter Kongress) im Wesentlichen den Status quo gepaart mit geringeren politischen Spannungen sichert. Der Ton in der Handels- und Außenpolitik sollte diplomatischer werden. Zudem dürfte eine Senatsmehrheit der Republikaner markante Änderungen in der Steuer- und Ausgabenpolitik begrenzen. US-Aktien sollten sich folglich im regionalen Kontext weiter behaupten können, da die Säulen der US-Stärke – Tech und niedrige Steuern – intakt bleiben dürften. Wir stellen in unserem Börsendienst die passenden Produkte auf Aktien Amazon und Facebook vor. Die Titel versprechen für die kommenden Jahre weiterhin hohe Renditen. Blicken wir auf die Einschätzung von Berenberg für die Südseiten der Börse München:
Und in der Tat: Der S&P 500 hat unter einem demokratischen Präsidenten ohne Kongresskontrolle historisch gesehen die stärkste Rendite erzielt. Wir bleiben konstruktiv für Aktien und sind optimistisch für europäische Small Caps, (asiatische) Schwellenländeraktien und -anleihen. Zumal die Zulassung eines Covid-19-Impfstoffs immer näher rückt und die Weltwirtschaft sich nächstes Jahr erholen dürfte.

Kurzfristiger Ausblick: Die US-Wahl dürfte die Märkte weiter beschäftigen

Die US-Präsidentschaftswahlen scheinen abgeschlossen zu sein. In den nächsten Wochen dürfte jedoch der Ausgang der Wahl die Märkte weiter beschäftigen. Amtsinhaber Trump hat bereits mehrere Klagen eingereicht. Diese Woche lädt die EZB vom 10. bis 12. November zum EZB-Forum ein. Zentralbankmitglieder, Akademiker, Finanzmarktvertreter und u.a. Journalisten werden über aktuelle politische Fragen sowie die längerfristigen Auswirkungen bestimmter Themen diskutieren. Diesen Dienstag werden die Inflationszahlen für China (Okt.), die Arbeitsmarktdaten für Großbritannien, die Industrieproduktionsdaten (Sep.) für Frankreich und Italien und die ZEW-Konjunkturerwartungen (Nov.) für Deutschland veröffentlicht. Am Mittwoch folgen die Industrieproduktionsdaten (Sep.) für Großbritannien und für die Eurozone sowie die Oktober-Inflationsdaten für die USA. Am Freitag werden das Q3-Wirtschaftwachstum der Eurozone und das Verbrauchervertrauen (University of Michigan) in den USA publiziert.

Starke Aktienmarktperformance

  • In den USA zeichnen sich ein Wahlsieg der Demokraten für das Präsidentenamt sowie ein Senat mit einer Mehrheit der Republikaner ab. Historisch gesehen war diese Kombination mit einer starken Aktienmarktperformance auf Jahressicht verknüpft. Ein geteilter Kongress steht für eineausgeglichene Politik und weniger marktunfreundlichen Reformen.
  • Neben der abnehmenden Politikunsicherheit dürfte insbesondere die lockere Geld- und Fiskalpolitik die Aktienmärkte weiter unterstützen.

Die Märkte im Überblick

Gesamtrendite („Total  Return“) für ausgewählte Anlageklassen, in Euro und in Prozent, sortiert   nach 4-Wochen-Performance. Quelle: Bloomberg, Zeitraum: 06.11.2015-06.11.2020
  • Über die letzten vier Wochen hatten die Märkte vermehrt einen Biden-Sieg inklusive Senatsübernahme der Demokraten eingepreist. Entsprechend positiv entwickelten sich „Reflationierungs-Assets“.  Industriemetalle  und Schwellenländer-Aktien gehörten zu den Gewinnern.
  • Brentöl  verlor hingegen aufgrund von Nachfragesorgen im Zuge der zweiten Coronawelle in Europa deutlich an Wert.
Gesamtrendite (inklusive reinvestierter Dividenden) für ausgewählte Aktienindizes, in Euro und in Prozent, sortiert nach 4-Wochen-Performance. Quelle: Bloomberg, Zeitraum: 06.11.2015-06.11.2020
  • Die verschärften coronabedingten Restriktionen lasteten auf europäischen Aktien. Deutschland und europäische Small Caps gehörten zu den relativen Verlierern der letzten vier Wochen.
  • In Asien ist der Virus hingegen besser unter Kontrolle, was sich auch in robusten Konjunkturdaten niederschlägt. Entsprechend positiv haben sich zuletzt asiatische Schwellenländer und Japan entwickelt.
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