Megatrend Cybersicherheit: Die Schattenseiten der Digitalisierung

Megatrend Cybersicherheit Die Schattenseiten der Digitalisierung

Gastautor: Helge Rehbein
10.11.2020, 10:06  |  246   |   |   

In Zeiten der Digitalisierung wird Cyber-Sichherheit wichtiger. Hacker-Angriffe nehmen zu und Unternehmen sowie Regierungen müssen sich schützen. Wie Anleger davon profitieren können.

Für Unternehmen bieten digitale Technologien die Chance, Kosten zu sparen und effizienter zu werden – einerseits. Andererseits bergen sie auch Risiken: Hacker können Schwachstellen in den Netzen als Einfallstor nutzen und massive Schäden verursachen. Daher wird der Kampf gegen Onlinekriminalität immer wichtiger – und davon können Anleger profitieren.

Was haben Facebook, die Hotelkette Marriott und die Bundesregierung gemeinsam? Sie alle wurden in den vergangenen Jahren Opfer eines Hackerangriffs. Cyberangriffe sind gefürchtet – und dürften in Zukunft weiter zunehmen.

Denn mit der Corona-Krise erhält die Digitalisierung einen weiteren Schub. Das belegt eine aktuelle Studie von PriceWaterhouseCoopers (PWC), für die das Beratungsunternehmen Verantwortliche von mehr als 3.000 Unternehmen weltweit befragt hat: 40 Prozent von ihnen gaben an, infolge der Corona-Pandemie die Digitalisierung beschleunigt zu haben. Ihre wichtigsten Ziele: Schneller und effizienter werden, neue Kompetenzen aufbauen sowie Kosten einsparen.    

Bei allen Vorteilen, die die Digitalisierung bringen kann – sie birgt Risiken und Nebenwirkungen. Denn je größer und komplexer die IT-Systeme, desto höher ist das Risiko von Cyberattacken. Das haben erst jüngst wieder die Angriffe auf Konten bei Twitter sowie Kundendaten von EasyJet und Honda gezeigt. Im vergangenen Jahr verursachte Onlinekriminalität allein in den USA laut FBI 2019 Schäden in Höhe von insgesamt 3,5 Milliarden US-Dollar – zehn Jahre vorher waren es noch 559 Millionen.

Unternehmen haben das Thema weit oben auf der Agenda

Die Unternehmen wissen um den Handlungsbedarf. Schließlich können Cyberattacken nicht nur den Geschäftsbetrieb lahmlegen oder zum Verlust geistigen Eigentums führen, sondern im Falle des Diebstahls von Kundendaten auch Reputationsschäden mit sich bringen. Das spiegelt sich vielfach in der Budgetplanung wider: Die für Cybersicherheit vorgesehenen Mittel steigen – selbst in einer Zeit, in der die Folgen der Coronavirus-Krise auf den Umsätzen lasten.

Dabei gilt es nicht nur für Unternehmen und Privatpersonen, sich in der digitalen Welt zu schützen – sondern auch und gerade für öffentliche Einrichtungen wie Ministerien und Behören sowie Infrastrukturen zur Wasser- und Energieversorgung.

Schutz für die Cloud, die Fabrik und die Kundendaten

Für Unternehmen, die entsprechende IT-Sicherheitslösungen zur Verfügung stellen, bietet sich daher großes Potenzial. Das gilt zum Beispiel für solche, die sich auf den Schutz von Daten in der Cloud spezialisiert haben. Denn nicht zuletzt aufgrund des Homeoffice-Trends nutzen immer mehr Firmen entsprechende Systeme.

Ein weiteres interessantes Segment ist die Sicherheit von Industrie-4.0-Anwendungen. Die Automatisierung spielt im verarbeitenden Gewerbe eine zunehmend bedeutende Rolle. Und um weitgehend computergestützte Produktionsprozesse zu sichern, bedarf es entsprechender Konzepte.

Datenschutz spielt ebenfalls eine wichtige Rolle – insbesondere, aber bei weitem nicht nur im medizinischen Bereich. Das liegt nicht alleine am Risiko des Reputationsverlusts, der mit dem Verlust von Kundendaten verbunden ist, sondern auch an empfindlichen Strafen, die in diesem Fall drohen können.   

Künftig werden außerdem noch weitere Bereiche dazukommen, für die es Sicherheitslösungen bedarf – darunter zum Beispiel autonom fahrende Autos, deren Kommunikation untereinander sowie mit der Umgebung gegenüber – potenziell tödlichen – Hackerangriffen geschützt werden muss.

Für Anleger aussichtsreich – aber nicht ganz einfach

Trotz des enormen Wachstumspotenzials ist dieses relativ neue Marktsegment für Investoren nicht einfach – denn die Branche ist derzeit noch stark fragmentiert. Es gilt daher, das Kapital breit über aussichtsreiche Investmentziele zu streuen. Das geht zum Beispiel mit einem entsprechenden ETF – wie dem L&G Cyber Security UCITS ETF USD Acc. ETF (ISIN: IE00BYPLS672) oder einem aktiv gemanagten Investmentfonds mit dem Schwerpunkt Cybersicherheit. Hier stehen Anlegern beispielsweise der Pictet - Security-I USD (ISIN: LU0256845834) sowie der Aktienfonds Credit Suisse Global Security (ISIN: LU0909471251) zur Verfügung. Dabei übernimmt das Fondsmanagement die Auswahl der Unternehmen, für die es die besten Zukunftsaussichten sieht.

Weitere Informationen finden Sie auf multiasset.com



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