Tech-Werte – mehr als ein kurzfristiger Trend!

11.11.2020, 09:00  |  622   |   |   

Es gibt Branchen, denen Experten für die kommenden Jahre große Wachstumschancen bescheinigen. Erfahren Sie, welche Bereiche dazugehören und wie Sie investieren können.

Der Begriff „Wachstum“ ist bei vielen Anlegern mit positiven Gefühlen verbunden. Immerhin ist Wachstum ein wichtiger Faktor, der die Kurse antreibt. Die Corona-Krise hat daran nichts geändert. Im Gegenteil: Gerade in Zeiten, in denen viele Branchen mit Geschäftsrückgängen zu kämpfen haben, wird besonders eifrig nach Wachstumsoasen gesucht. Und dass diese Suche nicht vergeblich sein muss, zeigt die Berichtssaison zum zweiten Quartal 2020. Wie aus einer Studie des Finanzdatenanbieters Refinitiv hervorgeht, haben es einige Sektoren trotz des globalen Lockdowns geschafft, den Gewinn zu steigern. Dazu zählen zum Beispiel die Branchen Gesundheit (plus 6,8 Prozent) und Informationstechnologie (plus 5,6 Prozent). Von daher ist es wenig überraschend, dass IT- und Gesundheitsaktien in diesem Jahr auch an der Börse überdurchschnittlich gut abgeschnitten haben (Quelle: Refinitiv, This Week in Earnings, 25. September 2020).

Auf der Suche nach Wachstum

Bei Investitionen in Wachstumsmärkte ist entscheidend, nicht nur kurzfristigen Trends hinterherzulaufen, sondern sich auf Bereiche zu fokussieren, die auch längerfristig, also auf Sicht von mehreren Jahren, über Steigerungspotenzial verfügen. Außerdem kann es sinnvoll sein, bestimmte besonders aussichtsreiche Nischen innerhalb einer Branche zu identifizieren. In der Gesundheitsindustrie stellt zum Beispiel Biotechnologie einen solchen Subsektor dar. So gehen die Analysten der Research-Firma Global Market Insights (GMS) davon aus, dass sich das weltweite Marktvolumen für biotechnologische Anwendungen und Produkte von rund 418 Milliarden US-Dollar im Jahr 2019 auf knapp 730 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 erhöhen wird. Das ergibt eine durchschnittliche Zuwachsrate von 8,3 Prozent pro Jahr (Quelle: Global Market Insights, Studie: Biotechnology Market Report, November 2019).

Europa, die neue Biotech-Hochburg

Biotechnologie gilt als Disziplin, in der vor allem US-Konzerne wie Amgen oder Gilead Sciences (noch) federführend sind. Doch mittlerweile mischen auch europäische Firmen in diesem Markt immer stärker mit. Das zeigt der rasante Anstieg von Neugründungen. 311 Start-ups hat die Beratungsgesellschaft McKinsey & Company europaweit seit 2012 gezählt. „Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass vor allem drei Faktoren den europäischen Biotech-Markt für Investoren attraktiv machen, so die McKinsey-Experten: Erstens die starke Fokussierung auf bestimmte Therapiegebiete. Zweitens die hochwertige Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Und drittens die Fülle an qualifizierten Talenten. All das stelle eine starke Grundlage für Wachstum und Innovation dar (Quelle: McKinsey & Company, Studie: „Biotech in Europe: A strong foundation for growth and innovation“, August 2019). Mit einem HVB Open End Index Zertifikat auf den European Biotech Index können Anleger kompakt in dieses Feld investieren.

Cloud wird Mainstream

Im Bereich der Informationstechnologie gilt die Cloud als Wachstumsmotor. Das Marktforschungsinstitut Gartner prognostiziert, dass das weltweite Marktvolumen für Cloud-Anwendungen und -Dienstleistungen in diesem Jahr um 6,3 Prozent auf 258 Milliarden US-Dollar zulegen wird. Noch deutlich höhere Zuwachsraten erwartet Gartner für 2021 und 2022. „Der Aufbau, die Implementierung und die Reifung von Cloud-Strategien werden auch in den kommenden Jahren bei vielen Unternehmen oberste Priorität haben“, sagte Sid Nag, Cloud-Experte bei Gartner. Von der Corona-Pandemie könne laut Nag ein weiterer Schub ausgehen. Zum einen durch cloudbasierte Homeoffice-Anwendungen. Zum anderen wurden viele Unternehmen durch den Lockdown zum Sparen gezwungen. „Unternehmen müssen weniger Geld investieren, wenn sie Cloud-Technologie einsetzen, anstatt die Kapazität lokaler Rechenzentren zu erhöhen oder herkömmliche lizenzierte Software zu erwerben“ (Quelle: Gartner, Pressemitteilung vom 23. Juli 2020).

Gewinner des Cloud-Booms

Zu den Unternehmen, die von der steigenden Cloud-Nachfrage profitieren sollten, zählt SAP. Im ersten Halbjahr legte in dieser Sparte der Umsatz um 23 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zu. Für die Zukunft sieht sich der Walldorfer Softwarekonzern gut gerüstet. „Wir erwarten, dass unsere Investitionen in strategische Bereiche wie die branchenspezifische Cloud für weitere Wachstumsimpulse sorgen und SAP als Technologieführer für die wichtigen Themen der Zukunft positionieren wird“, heißt es im Halbjahresbericht 2020. Über eine Top-Positionierung im Cloud-Computing verfügt auch Amazon.com mit seiner Sparte AWS (Amazon Web Services). Das Analysehaus Gartner stuft AWS in seinem aktuellen Ranking als die führende Cloud-Plattform ein. Überdurchschnittlich gut bewertet wurden von Gartner zudem die Cloud-Angebote der Alphabet-Tochter Google (Quelle: Gartner, 2020 Magic Quadrant for Cloud Infrastructure & Platform Services, 1. September 2020).

Halbleiter vor einem neuen Sprung

Eine Branche, der ebenfalls eine prächtige Zukunft prophezeit wird, ist die Chip-Industrie. „Der Halbleitersektor wird sein robustes Wachstum aufgrund aufkommender Technologien wie autonomes Fahren, künstliche Intelligenz (KI) und dem neuen Mobilfunkstandard 5G fortsetzen – weit in das laufende Jahrzehnt hinein“, heißt es in einer Studie der Beratungsgesellschaft Deloitte. Vor allem das autonome Fahren eröffnet neue Marktchancen. Nach Schätzung von Deloitte wird sich der Wert der Chips und Prozessoren, die in jedem Auto verbaut sind, bis 2030 im Schnitt auf 600 US-Dollar erhöhen. Aktuell liegt er bei 450 US-Dollar (Quelle: Deloitte, Studie „Semiconductors – The Next Wave“, April 2019). Als Profiteure dieser Entwicklung nennt Deloitte namentlich Infineon und Nvidia. Auch bei anderen Analysten stehen diese beiden Unternehmen derzeit hoch im Kurs. So heißt es in einer Studie der DZ Bank vom 6. Oktober 2020 über Infineon: Die steigende Nachfrage nach Elektroantrieben und Fahrassistenzsystemen ermögliche für das Unternehmen überproportionales Wachstum. Beim US-Rivalen Nvidia sorge zudem auch noch die geplante Übernahme des britischen Chip-Entwicklers ARM für Fantasie. Der Deal, so Branchenkenner, könne den Halbleitermarkt aufrollen und der Dominanz von Intel ein Ende setzen (Quelle: Reuters, Bericht vom 4. September 2020).

Reiche Auswahl für Anleger

Neben Biotechnologie, Cloud und Halbleiter gibt es natürlich noch weitere Bereiche, die über attraktive Perspektiven verfügen. Dazu gehören etwa Wasserstoff oder das Internet der Dinge (Internet of Things, kurz IoT). In diesem Feld wurde übrigens die Software AG aus Darmstadt in der Sparte „Industrial Internet of Things“ vom Analysehaus Gartner als führend und visionär eingestuft.

Für die in diesem Beitrag genannten Sektoren und Unternehmen hat HypoVereinsbank onemarkets zahlreiche Anlagelösungen im Angebot. Dazu zählt zum Beispiel das HVB Open End Index Zertifikat auf den European Biotech Index (siehe Kasten rechts oben). Bei Einzelaktien können wiederum sogenannte Renditeoptimierungsprodukte eine sinnvolle Anlagealternative darstellen. Solche Produkte verfügen über ein spezielles Rückzahlungsprofil, das Anlegern auch bei stagnierenden Kursen die Chance auf Ertrag eröffnet. Einige Beispiele dafür finden Sie in der Tabelle unten. Unser gesamtes Angebot gibt es auf onemarkets.de.

HVB Anlageprodukte auf Aktien aus Wachsstumssektoren

Basiswert Produkttyp ISIN (Letzter)
Rückzahlungstermin

Ausstattungs-
merkmale

Amazon.com Inc. HVB Aktienanleihe Protect DE000HVB4UK2* 17.11.2021 Zinszahlung p. a.:
7,85 %**, Barriere: 70 %***
Evotec SE HVB Discount Zertifikat DE000HZ3QQ89 26.03.2021 Cap****: EUR 22,–, Discount: 9,0 %
Infineon Technologies AG HVB Aktienanleihe Protect DE000HVB4T57 03.11.2021 Zinssatz p. a.: 8,10 %**, Barriere: 75 %***
MorphoSys AG HVB Discount Zertifikat DE000HZ3HJF0 26.03.2021 Cap****: EUR 90,–, Discount: 14,4 %
Nvidia Corp. HVB Discount Zertifikat DE000HR1HE83 24.09.2021 Cap****: USD 460,–, Discount: 26,7 %
SAP SE HVB Aktienanleihe Protect DE000HVB4JV2 11.02.2022 Zinszahlung p. a.:
4,90 %**, Barriere:
EUR 102,915
Software AG HVB Bonus Cap Zertifikat DE000HZ3J2T0 25.06.2021 Barriere: EUR 26,–, Bonuslevel (= Cap****): EUR 42,50

*Produkt in Zeichnung
**bezogen auf den Nennbetrag
***vom Referenzpreis (Schlusskurs) am anfänglichen Beobachtungstag
****obere Kursgrenze
Die Produktdetails sind auf der Internetseite www.onemarkets.de veröffentlicht; Information zur Funktionsweise des Produkts
Stand: 09.10.2020

European Biotech Index

Viele Anleger blicken für Biotech-Investments meist in Richtung USA. Dabei gibt es in Europa längst auch einen vielversprechenden Biotechnologiesektor. Viele Firmen haben inzwischen eine Marktkapitalisierung von über einer Milliarde Euro und zahlreiche aussichtsreiche Produkte in der Pipeline. Im European Biotech Index sind die 30 größten börsennotierten Biotech-Konzerne Europas in einem Index zusammengefasst. Der Index wird vierteljährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Zudem wird die Gewichtung für jeden Titel auf jeweils 3,33 Prozent zurückgesetzt. Das HVB Open End Index Zertifikat nimmt an der Entwicklung des Index eins zu eins und ohne Laufzeitbegrenzung teil. Im Korb befinden sich übrigens auch eine Reihe deutscher Biotechs. Dazu zählen unter anderem der Antikörper-Spezialist MorphoSys aus Planegg sowie der Hamburger Wirkstoffentwickler Evotec.

HVB Open End Index Zertifikat

Basiswert European Biotech Index
ISIN/WKN DE000HX28ET5/HX28ET
Rückzahlungstermin Open End*
Teilhabefaktor 100 %
Verwaltungsentgelt 1,50 % p. a.
Briefkurs (Verkaufspreis) EUR 128,86

*Der Emittent, die UniCredit Bank AG, ist berechtigt, das Zertifikat ordentlich zu kündigen und zum jeweiligen Rückzahlungsbetrag zurückzuzahlen. Information zur Funktionsweise des Produkts ; Stand: 09.10.2020


Dies ist eine Werbemitteilung. Bitte beachten Sie die wichtigen Hinweise und den Haftungsausschluss. (http://blog.onemarkets.de/wichtige-hinweise-haftungsausschluss/)

Dieser Beitrag erschien zuerst im onemarkets Magazin (HypoVereinsbank - UniCredit Bank AG)

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Gastautor

Richard Pfadenhauer
HypoVereinsbank onemarkets

Richard Pfadenhauer interessiert sich schon seit über 20 Jahren für das Thema Börse. Dabei war er über 12 Jahre als Wirtschaftsredakteur für den Finanzen Verlag tätig. Nach zwei Jahren als Redakteur bei der Spezialpublikation für Hebelprodukte, Finanzen und Optionsscheine wechselte er zunächst zum Derivatebereich des Magazins Euro am Sonntag und später verantwortete der DVFA-Analyst den Bereich der strukturierten Hebel- und Anlageprodukte beim Anlegermagazin €URO. Seit Oktober 2010 ist er bei der HypoVereinsbank Experte für Hebelprodukte und als Chefredakteur für das onemarkets Kundenmagazin sowie den onemarkets Blog verantwortlich.

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