ROUNDUP/Maut und viel Fördergeld Wie Lkw klimafreundlich werden sollen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
11.11.2020, 17:32  |  162   |   |   

BERLIN (dpa-AFX) - Batterien, Wasserstoff-Brennstoffzellen und Oberleitungen sollen Lkw und andere Nutzfahrzeuge in eine klimafreundliche Zukunft steuern - und der Staat will kräftig nachhelfen. Verkehrsminister Andreas Scheuer will CO2-arme Antriebe technologieoffen zu fördern und viel Geld in die notwendige Infrastruktur stecken. Eine neue Klimakomponente bei der Lkw-Maut soll Spritschlucker schlechter stellen als saubere Fahrzeuge - das wird allerdings in Brüssel entschieden. Am Mittwoch sprach Scheuer mit Vertretern der betroffenen Branchen und legte ein Konzept vor.

Für die Fahrzeugbauer und die Logistikunternehmen geht es um viel. Neue EU-Vorgaben für den Klimaschutz setzen die Unternehmen unter Druck - aber anders als im Pkw-Bereich gibt es aus Branchensicht vor allem im Schwerlastverkehr noch keine gute Alternative zum Diesel. Der Wandel ist mühsam und könnte Tausende Jobs kosten. Dazu kommen konjunkturelle Unsicherheiten in der Corona-Krise.

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Um das abzufedern, will der Staat nun viel Geld ausgeben: Bis 2023 stehen für die Förderung von Nutzfahrzeugen mit alternativen Antrieben rund 1,16 Milliarden Euro zur Verfügung, für den Ausbau der Tank-, Lade- und Oberleitungsinfrastruktur rund 4,1 Milliarden Euro - das schließt Ladestationen für Pkw allerdings mit ein.

Lösungen müssten alltagstauglich leistungsfähig und wettbewerbsfähig sein, sagte Scheuer. Man müsse dabei unterscheiden zwischen dem Langstreckenverkehr mit schweren Lkw und leichteren Nutzfahrzeugen und Lieferverkehr. Es werde nun in Projektgruppen weiter gesprochen.

Scheuer will in Brüssel für eine Reform der Lkw-Maut werben, die den Klimaschutz voranbringt. "Erstmalig wird ein vom CO2-Ausstoß abhängiger Aufschlag auf die Lkw-Maut erhoben", heißt es im Konzept. Lkw, die nur wenig oder gar kein CO2 emittieren, sollen bis zu 75 Prozent weniger als die emissionsstärksten Fahrzeuge zahlen. Ziel sei eine Einführung 2023. Dafür wolle man sich auf EU-Ebene einsetzen. Die Debatte darüber läuft bereits. Um die Branche nicht doppelt zu belasten, könnten Spediteure von dem Anstieg der Spritpreise, den der CO2-Preis von 2021 in Deutschland bringen soll, entlastet werden. Nach Scheuers Darstellung ist die Bundesregierung sich da einig.


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