DEUTSCHE WOHNEN IM FOKUS Berliner Mietendeckel bleibt Thema

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
12.11.2020, 08:35  |  182   |   |   

BERLIN (dpa-AFX) - Die Corona-Krise bekommen Wohnimmobilienkonzerne wie Deutsche Wohnen bislang kaum zu spüren. Das Unternehmen profitiert seit Jahren von steigenden Mieten. Allerdings hinterlässt der erst jüngst in Kraft getretene Mietendeckel in Berlin Spuren beim Unternehmen. Dennoch hält Deutsche Wohnen an ihrem wichtigsten Markt fest. Was bei dem Unternehmen los ist, wie Analysten den Konzern bewerten und wie sich die Aktie entwickelt hat.

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Die Deutsche Wohnen gehört zu den größten Wohnimmobilien-Konzernen Deutschlands. Erst vor Kurzem stieg Berlins größter Vermieter nach Vonovia als zweite Immobilienfirma in den Dax auf. Die Hauptstadt bekam damit 14 Jahre nach der Schering-Übernahme durch Bayer wieder einen Konzern in der obersten Börsenliga.

Trotz starken Gegenwinds und Wirtschaftskrise verdient Deutsche Wohnen weiter an steigenden Mieteinnahmen. Ende Juni lagen sie bei dem Dax -Konzern bundesweit im Schnitt bei 6,93 Euro kalt je Quadratmeter und damit 2,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Auch im wichtigsten Markt Berlin lagen die Mieten höher als vor einem Jahr, sie stiegen wegen des Mietendeckels seit Jahresbeginn aber nicht mehr. Die Bewohner zahlten dort im Schnitt 6,91 Euro je Quadratmeter.

Rund 116 000 der bundesweit 160 000 Wohnungen liegen im Raum Berlin. Wer sich in der Hauptstadt eine neue Wohnung bei der Deutsche Wohnen nimmt, zahlt jetzt durchschnittlich 7,51 Euro je Quadratmeter. Ohne Mietendeckel wären es zwei Euro mehr. In den Verträgen neuer Mieter steht eine sogenannte Schattenmiete: Vereinbart ist die nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch erzielbare Miete, verlangt wird aber nur die Summe, die der Mietendeckel erlaubt. Lüftet Karlsruhe den Mietendeckel, müssen Mieter nachzahlen, so das Kalkül.

Und Deutsche Wohnen geht davon aus, dass das Bundesverfassungsgericht das Gesetz kippen wird, das seit Februar in der Hauptstadt gilt. "Wir glauben fest daran, dass Berlin eine sehr dynamische Wachstumsgeschichte bleiben wird", sagte Zahn. In der Stadt sank der Leerstand stärker als bundesweit.

Aber auch sonst weht den großen deutschen Wohnungsvermietern wegen anziehender Mieten ein immer stärkerer Wind entgegen. Erst jüngst verlängerte der Bundestag angesichts der anhaltenden Wohnungsnot die Mietpreisbremse um fünf Jahre und verschärfte sie zudem. Künftig können Mieter zu viel gezahlte Miete für bis zu zweieinhalb Jahre rückwirkend zurückfordern.

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