ROUNDUP 2 Bilfinger schreibt weiter rote Zahlen - Keine Übernahmegespräche

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
12.11.2020, 13:32  |  296   |   |   

(neu: Aussagen aus der Telefonkonferenz, aktueller Aktienkurs, Analystenstimme)

MANNHEIM (dpa-AFX) - Die Corona-Pandemie und der Ölpreisverfall haben dem Industriedienstleister Bilfinger auch im dritten Quartal zu schaffen gemacht. Der Umsatz und das operative Ergebnis gingen deutlich im Jahresvergleich zurück und unter dem Strich stand erneut ein Verlust. "Der Markt erholt sich langsam", sagte Unternehmenschef Tom Blades in einer Telefonkonferenz am Donnerstag. Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte er. Die Aktie verlor bis zum Mittag rund 4 Prozent, allerdings hatte das Papier in den vergangenen Tagen wieder deutlich an Wert gewonnen.

Von Juli bis September betrug der Verlust 19 Millionen Euro, wie das im Nebenwerteindex SDax notierte Unternehmen in Mannheim mitteilte. Dies hinge mit Kosten für den Konzernumbau zusammen, erläuterte Finanzchefin Christina Johansson. Im Vorjahreszeitraum hatte hier ein Plus von 6 Millionen gestanden. Der Umsatz brach im Jahresvergleich um rund ein Fünftel auf 870 Millionen Euro ein, der Auftragseingang ging um rund 29 Prozent zurück. Für den starken Rückgang war neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie auch das Öl- und Gasgeschäft verantwortlich.

Handeln Sie Ihre Einschätzung zu Bilfinger SE!
Short
Basispreis 29,91€
Hebel 13,32
Ask 0,25
Long
Basispreis 26,01€
Hebel 12,20
Ask 0,20

Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Auch operativ lief es für die Mannheimer schlechter als im Vorjahr. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) ging um rund ein Drittel auf 23 Millionen Euro zurück. Allerdings fiel das Ergebnis damit deutlich besser aus als noch im Vorquartal. Im zweiten Jahresviertel hatte Bilfinger hier noch einen Fehlbetrag von 35 Millionen Euro ausgewiesen, auch im ersten Quartal stand ein Verlust. "Wir haben schnell gehandelt und unsere Überkapazitäten abgebaut", sagte Unternehmenschef Blades.

Der seit Mitte 2016 an der Bilfinger-Spitze stehende Brite Blades hatte nach dem Verkauf des Tafelsilbers, den Immobiliendienstleistungen, einen tiefgreifenden Umbau eingeläutet. Seitdem konzentriert sich der Konzern auf zwei Geschäftsbereiche und trennte sich von verlustbringenden Geschäften. "Wir haben ein paar Sorgenkinder, die wir abarbeiten", sagte Blades. Von den sechs Gesellschaften seien bereits zwei verkauft.

Mit Hilfe geringerer Kosten bei Vertrieb und Verwaltung will Bilfinger wieder profitabler werden. Dazu gehört auch ein Stellenabbau. Seit Jahresbeginn reduzierte Bilfinger nach eigenen Angaben die Zahl der Mitarbeiter im Konzern um rund 4000, der Großteil davon in Nordamerika, Nordeuropa und Großbritannien. Derzeit würden sich noch rund 650 Mitarbeiter in Kurzarbeit befinden, hieß es. Zu Spitzenzeiten waren dies rund 3000 Mitarbeiter. Insgesamt werde Bilfinger das Jahr 2021 mit einer schlankeren, bereinigten Kostenbasis beginnen können, hieß es weiter.


Seite 1 von 3
Bilfinger Aktie jetzt über den Testsieger (Finanztest 11/2020) handeln, ab 0 € auf Smartbroker.de



Diesen Artikel teilen

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

ROUNDUP 2 Bilfinger schreibt weiter rote Zahlen - Keine Übernahmegespräche Die Corona-Pandemie und der Ölpreisverfall haben dem Industriedienstleister Bilfinger auch im dritten Quartal zu schaffen gemacht. Der Umsatz und das operative Ergebnis gingen deutlich im Jahresvergleich zurück und unter dem Strich stand erneut ein …

Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel