So verteilt der VW-Konzern seine Milliarden für Technik und Werksnetz

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
13.11.2020, 18:58  |  372   |   |   

(neu: 1. Absatz neu formuliert, im 1. Satz des 3. Absatzes fehlendes Wort ergänzt)

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Die Sorgen vor einer längeren Durststrecke sind groß in der Autoindustrie - Volkswagen setzt den Schwierigkeiten aus Corona-Krise und Umsteuern in der Mobilitätswende nun weitere Milliardeninvestitionen entgegen. Insgesamt stagnieren die Ausgaben von 2021 bis 2025 zwar, in den Zukunftsbereichen wachsen sie aber deutlich. Der Überblick:

- E-Mobilität: Nach den vergangenes Jahr angepeilten 33 Milliarden Euro legt der Konzern mit jetzt 35 Milliarden Euro über die nächsten fünf Jahre noch einmal eine Schippe drauf. Gerade startete mit dem Kompaktwagen ID.3 der erste Vertreter einer komplett neu entwickelten Reihe von E-Fahrzeugen, bald folgen der Klein-SUV ID.4 und der größere ID.5. Weltweit werden Werke auf die Fertigung solcher Typen umgerüstet. Bis 2030 sollen im Konzern etwa 70 reine E-Modelle und 60 Hybridmodelle auf dem Markt sein. 19 Millionen der 26 Millionen gebauten Fahrzeuge sollen auf dem einheitlichen Elektrobaukasten basieren, die meisten der übrigen 7 Millionen auf einer neuen Grundstruktur für Oberklassen-Autos. In zehn Jahren will die VW -Gruppe zudem 7 Millionen zusätzliche Hybridwagen produziert haben.

- Software und Digitales: Ziel ist es, einen Großteil der Betriebssysteme vernetzter Autos selbst zu programmieren und hier die Fertigungstiefe deutlich zu erhöhen - ein Kernprojekt von Vorstandschef Herbert Diess. Auch für das autonome Fahren und neue Dienstleistungen sind neue Schnittstellen zwischen Auto, Hersteller und Serviceanbieter nötig. Der für Digitalisierung vorgesehene Fünf-Jahres-Betrag wächst mit 27 Milliarden Euro gegenüber der Planung aus 2019 auf etwa das Doppelte. Eine konzerninterne Software-Organisation schafft neue Jobs, während in klassischen Bereichen Stellen abgebaut oder umgewandelt werden. Auch in der Produktion werden immer mehr Prozesse mit digitaler Technik gefahren.

- Neue Technologien insgesamt: Für die zentralen neuen Themen, die die Autobranche in den nächsten Jahren beschäftigen werden, gibt der VW-Konzern bis einschließlich 2025 rund 73 Milliarden Euro aus. Auch das ist deutlich mehr als in der 2019er Planung (60 Mrd Euro) und fast die Hälfte der veranschlagten Gesamtsumme von 150 Milliarden Euro. Die chinesischen Gemeinschaftsunternehmen FAW und SAIC sind hierbei noch nicht inbegriffen.

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