Egbert Prior Nordex: USA und EU machen Wind

Gastautor: Egbert Prior
16.11.2020, 12:04  |  746   |   |   

Bei einer TV-Debatte mit Trump hat Biden klipp und klar gesagt, daß er die US-Ölindustrie dicht machen möchte.

Bei einer TV-Debatte mit Trump hat Biden klipp und klar gesagt, daß er die US-Ölindustrie dicht machen möchte. Zwar geht das nicht über Nacht, doch die Richtung ist klar: Der künftige Präsident setzt voll auf Erneuerbare Energien. An der Windenergie geht kein Weg vorbei. Auch die EU möchte ihre Wirtschaft „dekarbonisieren“. Riesige Mengen Strom werden in einigen Jahren gebraucht, um umweltfreundlich Wasserstoff zu produzieren. Als Windanlagenbauer bedient Nordex einen Megatrend. Seit dem Corona-Crash befindet sich die Aktie in einem kräftigen Aufwärtstrend. Aktuell 17 Euro. Gemessen am Allzeithoch Ende 2015 (33 Euro) entspricht das immer noch einer Halbierung. Denn die Hamburger hatten die letzten Jahre mit viel Gegenwind zu kämpfen. Viel Wettbewerb und weniger staatliche Förderung machten den Hanseaten das Leben schwer. Corona tat ein übriges. Nordex kassierte im Frühjahr die Jahresprognose ein. Doch inzwischen kommen aus Hamburg wieder gute Nachrichten. Passend zum Wahlsieg Bidens meldeten die Nordlichter einen Großauftrag über 63 Turbinen mit 302 MW für einen Windpark in Texas. Am Montag veröffentlichten die Hanseaten eine neue, ambitionierte Mittelfristplanung: Danach soll der Umsatz von 2019 bis 2022 kräftig steigen, von 3,3 Milliarden auf 5 Milliarden. Angestrebt wird dabei eine operative Marge (Ebitda) von 8%, das wäre das Doppelte im Vergleich zu 2019 (3,8%). Der Vorstand traut sich jetzt auch wieder eine Vorhersage für den laufenden Turnus zu. Danach soll der Umsatz 2020 auf 4,4 Milliarden steigen bei einer Ebitda-Marge von 2%. Ein Meilenstein war der Verkauf eines Portfolios von europäischen Windparks im Volumen von 400 Millionen Euro an RWE. Alles in allem sieht Nordex den „Beginn einer positiven Entwicklung“. Man sieht sich als Global Player mit Niederlassungen in mehr als 25 Ländern. Fertigungsstätten befinden sich in Deutschland, Spanien, Brasilien, USA, Argentinien, Mexiko und Indien. Die Abhängigkeit vom hart umkämpften deutschen Markt ist begrenzt. Der aktuelle Börsenwert (1,8 Milliarden Euro) entspricht lediglich dem halben Jahresumsatz. Moderat. Fazit: Frischer Wind beflügelt Nordex. Bei Kursrücksetzern zugreifen!



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