Gold Edelmetall mit Chancen auf Jahresendrally?

16.11.2020, 18:30  |  6627   |   |   

Hat der jüngste Schwächeanfall Gold um die Chancen gebracht oder aber sogar erst den Boden für eine mögliche Jahresendrally bereitet?

Ein ereignisreiches Jahr 2020 neigt sich so langsam dem Ende entgegen. Damit stellt sich auch in Bezug auf den Goldpreis zwangsläufig die Frage, wie die Chancen auf eine Jahresendrally stehen. Hat der jüngste Schwächeanfall Gold um die Chancen gebracht oder aber sogar erst den Boden für eine mögliche Jahresendrally bereitet?

Anfang November lancierte Gold einen vielversprechenden Vorstoß auf der Oberseite und durchbrach hierbei den Widerstandsbereich 1.900 US-Dollar / 1.920 US-Dollar. Der Deckel schien gehoben zu sein, der Weg in Richtung 2.000 US-Dollar schien frei. Ausbruchssituationen sind mitunter aber eine heikle Angelegenheit, sofern sie keine Relevanz entwickeln. Und so war es auch in diesem Fall. Nach zunächst vielversprechender Entwicklung in Richtung 1.950 US-Dollar kippte Gold nach unten weg und fand sich daraufhin zügig im  Bereich des aus unserer Sicht zentralen Unterstützungsbereiches um 1.850 US-Dollar wieder. 

Maßgeblichen Anteil an diesem Schwächeanfall hatte unter anderem die Situation am Devisenmarkt. Hier setzte der US-Dollar zu einer Zwischenerholung an, was zunächst den Goldpreis belastete. Allerdings scheint die Erholung des Greenbacks auf wackligen Füßen zu stehen. Zuletzt gab es für ihn einen Dämpfer. Die aktuelle Entwicklung des US-Dollar-Index veranschaulicht die Lage des US-Dollars am Devisenmarkt. 

Ende der letzten Woche gab es für den US-Dollar einige schwächere Daten zu verkraften, die ihm wieder zusetzten. So wurden die aktuellen US-Verbraucherpreise sowie die Daten zum US-Verbrauchervertrauen (ermittelt durch Reuters / Uni Michigan) unterhalb der Erwartungen liegend veröffentlicht. Das nährt nun wiederum die Hoffnung darauf, dass sich Gold wieder aus dem Würgegriff des US-Dollars befreien kann.

Anteil an dem Dämpfer für den Goldpreis hatte aber auch die an den Finanzmärkten aufgeflammte Impfstoffhoffnung. Gold als sicherer Hafen geriet ein wenig aus dem Fokus; zumindest temporär. Vor diesem Hintergrund ist auch die aktuelle Entwicklung der Bestände der physisch besicherten Gold-ETF interessant. Wir bemühen die Bestandsentwicklung des weltgrößten, physisch besicherten Gold-ETF, des SPDR Gold Shares, bekanntlich als rudimentären Indikator, um die Stimmungslage im Goldsektor zu erfassen. Der SPDR Gold Shares verzeichnete in den letzten Handelstagen und –wochen zwar tendenziell Abflüsse, doch ist deren Ausmaß noch immer (v)erträglich. Aus unserer Sicht lässt sich anhand dessen noch kein Stimmungsumschwung attestieren. Anders ausgedrückt. Noch lassen sich keine belastbaren Anzeichen für eine obere Trendumkehr bei Gold ausmachen…

Nichtsdestotrotz gilt: Rücksetzer bei Gold bleiben idealerweise weiterhin auf 1.850 US-Dollar begrenzt. Die Demarkationslinie für das bullische Szenario bei Gold würden wir unverändert bei 1.750 US-Dollar ziehen. Sollte es darunter gehen, muss die Lage neu bewertet werden. 

Ob Gold die Chance auf eine Jahresendrally bekommen wird, dürfte sich bereits kurzfristig entscheiden. Der Rücksetzer könnte zu einer Marktbereinigung geführt haben. Nun gilt es aber: Ein rascher Vorstoß des Goldpreises über die Zone 1.900 / 1.920 US-Dollar würde die Chancen erhöhen… Sollte es dann auch noch über die Zone um 1.960 US-Dollar oder gar 2.000 US-Dollar gehen, würde das Szenario einer möglichen Jahresendrally weiter Kontur annehmen. 

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