BRENNTAG IM FOKUS Neuer Chef verordnet Fitness-Programm

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
17.11.2020, 12:41  |  120   |   |   

ESSEN (dpa-AFX) - Der seit Anfang 2020 amtierende Brenntag-Chef Christian Kohlpaintner will den Chemikalienhändler mit einem Umbau profitabler machen. Dazu beitragen sollen auch ein Stellenabbau und die Schließung von Standorten. Im vergangenen Jahr hinterließ die deutlich abgeschwächte Nachfrage nicht zuletzt aufgrund der Handelskonflikte Spuren in der Bilanz. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie bekam das Unternehmen hingegen bisher nur begrenzt zu spüren. Was bei dem Chemikalienhändler los ist, wie Analysten ihn bewerten und was die Aktie macht.

DAS IST LOS BEI BRENNTAG:

Handeln Sie Ihre Einschätzung zu Brenntag AG!
Short
Basispreis 73,06€
Hebel 11,22
Ask 0,58
Long
Basispreis 58,59€
Hebel 7,40
Ask 0,94

Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf das Disclaimer Dokument. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Brenntag ist ein international tätiger Händler von Industrie- und Spezialchemikalien sowie Inhaltsstoffen, der seine mehr als 10 000 Produkte bei den Chemiekonzernen in größeren Mengen einkauft, diese lagert und sie dann in kleineren Mengen verkauft. In den vergangenen Jahren ist das Unternehmen über kleinere Übernahmen gewachsen. Konjunkturabschwünge treffen Brenntag in der Regel zwar weniger stark als Chemiekonzerne, weil Kunden dann geringere Mengen an Chemikalien benötigen und diese vermehrt beim Händler statt beim Produzenten kaufen.

Doch die deutlich abgeschwächte Nachfrage nicht zuletzt aufgrund der Handelskonflikte hinterließ im vergangenen Jahr auch bei Brenntag Spuren. 2019 setzte das Unternehmen rund 12,8 Milliarden Euro um und machte nach Steuern einen Gewinn von gut 469 Millionen Euro. Größter Konkurrent ist die US-Firma Univar.

"Das Jahr 2020 wird für Brenntag ein Jahr der Veränderungen sein", kündigte Kohlpaintner Anfang März an. Brenntag biete großes Potenzial für organisches und profitables Wachstum. In den vergangenen Jahren sei das Unternehmen aber nicht aus eigener Kraft gewachsen. Deshalb will Kohlpaintner Prozesse, Abläufe und Strukturen optimieren.

Unter anderem sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre weltweit etwa 1300 von rund 17 500 Arbeitsplätzen wegfallen. Zudem plant Brenntag, etwa 100 Standorte zu schließen. Mit dem Sparprogramm will das Unternehmen das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ab dem Jahr 2023 um 220 Millionen Euro verbessern. Im Gegenzug fallen für das Programm Kosten von 370 Millionen Euro an.

Anfang 2021 führt der Konzern zwei Geschäftsbereiche ein: Essentials und Specialties. Im ersten Bereich sollen Prozesschemikalien für ein breites Spektrum an Branchen und Anwendungen vermarktet werden. Der zweite Bereich soll sich auf den Vertrieb von Inhaltsstoffen für ausgewählte Branchen konzentrieren.


Seite 1 von 3
Brenntag Aktie jetzt über den Testsieger (Finanztest 11/2020) handeln, ab 0 € auf Smartbroker.de



Diesen Artikel teilen

0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

BRENNTAG IM FOKUS Neuer Chef verordnet Fitness-Programm Der seit Anfang 2020 amtierende Brenntag-Chef Christian Kohlpaintner will den Chemikalienhändler mit einem Umbau profitabler machen. Dazu beitragen sollen auch ein Stellenabbau und die Schließung von Standorten. Im vergangenen Jahr hinterließ die …

Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel

COMMUNITY

ZeitTitel
21.01.21