Gas 75 Grundversorger kündigen Preiserhöhungen um 7,5 Prozent an (FOTO)

Nachrichtenagentur: news aktuell
17.11.2020, 17:00  |  2816   |   |   
München (ots) -

- Netznutzungsentgelte Gas: Größter Preisanstieg mit acht Prozent in Berlin
- CO2-Bepreisung ab Januar 2021: Mehrbelastung von 119 Euro jährlich für Gas
- Wegfall der Mehrwertsteuersenkung: Musterhaushalt zahlt jährlich 37 Euro mehr

75 Grundversorger erhöhen Anfang kommenden Jahres den Gaspreis oder haben dies
bereits in den vergangenen Wochen getan. Im Durchschnitt betragen die
Preiserhöhungen 7,5 Prozent und betreffen rund 545.000 Haushalte. Für einen
Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh bedeutet das zusätzliche
Kosten von durchschnittlich 105 Euro pro Jahr.

Dagegen haben bislang nur vier Grundversorger eine Preissenkung angekündigt - im
Schnitt um 2,1 Prozent. Davon profitieren rund 35.000 Haushalte.1)

Beim Gaspreis (https://www.check24.de/gas/gaspreise/) ist die Preisdifferenz
zwischen Grundversorgung
(https://www.check24.de/strom-gas/grundversorgung-ersatzversorgung/) und
Alternativanbietern besonders groß. Für 20.000 kWh Gas zahlten Verbraucher im
November 1.424 Euro. In den Alternativtarifen werden für die gleiche Menge Gas
im Durchschnitt nur 940 Euro fällig (-34 Prozent).

"Die bislang angekündigten Gaspreiserhöhungen zeigen, dass Verbraucher mit
steigenden Kosten rechnen müssen" , sagt Lasse Schmid, Geschäftsführer Energie
bei CHECK24. "Wenn sie aus der teuren Grundversorgung in einen günstigen
Alternativtarif wechseln, sparen Verbraucher aber derzeit mehr als ein Drittel
der Kosten."

Netznutzungsentgelte: Größter Preisanstieg mit acht Prozent in Berlin

Die Entgelte für die Nutzung der Gasnetze steigen 2021 voraussichtlich um
durchschnittlich zwei Prozent.2) Am stärksten steigen die Netznutzungsentgelte
in Berlin. Ab dem kommenden Jahr werden dort acht Prozent mehr fällig. In
Bremen, Hamburg und dem Saarland sinken die Netznutzungsentgelte dagegen leicht
(jeweils minus zwei Prozent).

CO2-Bepreisung ab Januar 2021: Mehrbelastung von 119 Euro jährlich für Gas

Ab Januar 2021 werden für eine Tonne Kohlendioxid (CO2) 25 Euro fällig. Ein
Musterhaushalt mit 20.000 kWh Gasverbrauch wird dann um 119 Euro pro Jahr
zusätzlich belastet.

"Durch die CO2-Bepreisung werden Verbraucher im kommenden Jahr beim Gaspreis
deutlich belastet" , sagt Lasse Schmid. "Bei 20.000 kWh Verbrauch müssen
Haushalte mit Gasheizung knapp 120 Euro Mehrkosten pro Jahr einplanen."

Bis 2025 steigt der CO2-Preis schrittweise auf 55 Euro je Tonne. Die Mehrkosten
liegen dann bei 262 Euro jährlich.

Außerdem fällt zum Jahreswechsel ebenfalls die Corona-bedingte Senkung der
Mehrwertsteuer weg. Dann zahlen Verbraucher wieder den vollen Mehrwertsteuersatz
von 19 Prozent auf ihre Gasrechnung. Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von
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