ROUNDUP/Impfstoff-Verteilung Logistiker rechnen mit 10 Milliarden Dosen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
18.11.2020, 07:27  |  550   |   |   

BONN (dpa-AFX) - Die globale Logistikbranche bereitet sich schon jetzt auf die globale Verteilung von Covid-19-Impfstoffen vor, die in den nächsten Monaten auf den Markt kommen könnten. Den Großteil des Geschäfts werden die Logistikriesen Deutsche Post DHL, Fedex , UPS sowie Kühne + Nagel machen, die Pharma-Geschäftszweige haben und einen gekühlten Transport sicherstellen können. Gespräche mit den Pharmafirmen laufen seit langem, hieß es von den Logistikern. Die Aufgabe der weltweiten Verteilung sei eine große Herausforderung, man sei aber gut vorbereitet. Kühne + Nagel und DHL teilten mit, man habe bereits erste Logistikverträge zu Covid-19-Impfstoffen abgeschlossen.

Knackpunkt bei dem Transport ist die Kühlung der Präparate. Der Impfstoff der Unternehmen Biontech aus Mainz und Pfizer aus den USA, dessen Entwicklung besonders weit ist, benötigt hierbei eine Kühlung von minus 70 Grad beim Transport. Bei anderen Präparaten sind minus 20 Grad nötig oder Temperaturen bis plus acht Grad - für das Vakzin der US-Firma Moderna , das ebenfalls sehr weit gediehen ist, reichen nach Firmenangaben Temperaturen über null Grad.

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Die Deutsche Post DHL erwägt, für ihr Lager-Netzwerk mehrere hundert besonders kalte Tiefkühlschränke ("Ultralow-Freezer") zu kaufen, sie kosten jeweils einen niedrigen fünfstelligen Eurobetrag und haben Platz für mehr als 25 000 Fläschchen, die gut 100 000 Impfdosen enthalten könnten. "Wir durchleuchten unsere Infrastruktur auf die Kapazitäten, bei minus 20 oder minus 70 Grad liefern zu können", sagt der zuständige DHL-Manager Thomas Ellmann.

Neuland sei das nicht für sein Unternehmen, in einem Zwischenlager an der deutsch-niederländischen Grenze gebe es beispielsweise bereits 58 solcher Tiefkühlschränke. Die werden aber bereits benutzt und sind bereits voll - auch spezielle pharmazeutische Substanzen, Impfstoffe für Tiere und Produkte für klinische Studien müssen bei den extremen Minusgraden gelagert werden. So gesehen habe man reichlich Erfahrung mit Transporten in solchen Temperaturen, sagt Ellmann.

Im Flugzeug und auf Lkw kommen die Präparate in Kunststoffboxen mit Trockeneis, also gefrorenem CO2. Solche Boxen könnten eine Temperatur von minus 70 Grad bis zu sechs Tage halten, sagt der DHL-Manager.

Bisher ist der Transport von Impfstoffen und Medikamenten bei extremen Minusgraden eher ein Randgeschäft für die Logistiker, das Gros ihrer Dienstleistungen für die Pharmabranche macht der Transport von Präparaten bei zwei bis acht Grad plus und 15 bis 25 Grad aus. "Die Menge an Tiefkühlpräparaten, die wegen Covid-19 auf die Logistikbranche zukommt, ist eine große Herausforderung", sagt Ellmann. Präparate gegen Ebola mussten in der Vergangenheit zwar ebenfalls in großen Mengen tiefgekühlt transportiert werden, Covid-19 habe als weltweites Thema aber eine viel größere Dimension.


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