EUR/USD sowie Aktien long, lautet derzeit die Devise

Gastautor: Sven Weisenhaus
19.11.2020, 09:37  |  1945   |   |   

n den vergangenen Tagen haben sich die Hinweise verdichtet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer anstehenden Sitzung im Dezember noch einmal nachlegen wird.

In den vergangenen Tagen haben sich die Hinweise verdichtet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer anstehenden Sitzung im Dezember noch einmal nachlegen und ihre Geldpolitik noch ein Stück expansiver ausrichten wird. Der „Wink mit dem Zaunpfahl“ kam dabei direkt aus den Reihen der Notenbank, womit die Märkte meist auf die neuen Maßnahmen vorbereitet werden.

EZB bereitet die Märkte auf neue Maßnahmen vor

So sagte zum Beispiel EZB-Präsidentin Christine Lagarde vorgestern in einem Online-Forum der Agentur Bloomberg, dass ein Corona-Impfstoff die Wirtschaftsprognosen der Euro-Notenbank nicht grundlegend ändern werde. Die EZB habe in ihrem Basisszenario bereits angenommen, dass es irgendwann im 1. Halbjahr 2021 einen Impfstoff gebe. Dennoch werde auch das 1. Halbjahr 2021 noch schwierig sein, fügte sie hinzu. Aus diesen Aussagen kann man ableiten, dass die EZB trotz der aktuellen Impfstoff-Meldungen im Dezember neue Maßnahmen beschließen wird. Zumal Spaniens Notenbankchef Pablo Hernandez de Cos seine konkrete Ansicht äußerte, dass die Notenbank ihre geldpolitische Unterstützung weiter verstärken sollte.

Passend dazu wurden gestern auch aktuelle Inflationsdaten aus der Eurozone veröffentlicht. Demnach sind die Preise im Oktober den 3. Monat in Folge gefallen. Die Inflationsrate lag erneut bei minus 0,3 %, wie bereits im September, nach minus 0,2 % im August.

Inflation in der Eurozone (jährlich)

Mit diesen Zahlen wurde zwar lediglich die Schnellschätzung von Ende Oktober bestätigt und die EZB hatte bereits eingeräumt, dass es wohl bis Anfang 2021 bei einer „negativen Inflation“ bleiben wird (siehe auch Börse-Intern vom 30. Oktober), dennoch setzt die Preisentwicklung die EZB zunehmend unter Handlungsdruck.

Trotzdem zeigt der EUR/USD derzeit Stärke

Dass sich die Aktienmärkte trotz der hohen Corona-Zahlen stabil zeigen und die Aktienkurse ihre erreichten Niveaus halten können, sollte angesichts dieser Aussichten nicht verwundern. Etwas überraschend ist dagegen die Stärke des Euro. Denn wenn die EZB durch noch mehr Anleihekäufe das Angebot an der Gemeinschaftswährung ausweitet, müsste der Preis dafür, also der Wechselkurs, eigentlich sinken. Gegenüber zum Beispiel dem US-Dollar hat der Euro aber jüngst wieder etwas zugelegt.

Seite 1 von 3
DAX jetzt über den Testsieger (Finanztest 11/2020) handeln, ab 0 € auf Smartbroker.de



Diesen Artikel teilen


ANZEIGE

Broker-Tipp*

Über Smartbroker, ein Partnerunternehmen der wallstreet:online AG, können Anleger ab null Euro pro Order Wertpapiere erwerben: Aktien, Anleihen, 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag, ETFs, Zertifikate und Optionsscheine. Beim Smartbroker fallen keine Depotgebühren an. Der Anmeldeprozess für ein Smartbroker-Depot dauert nur fünf Minuten.

Lesen Sie das Buch von Sven Weisenhaus*:

* Wir möchten unsere Leser ehrlich informieren und aufklären sowie zu mehr finanzieller Freiheit beitragen: Wenn Sie über unseren Smartbroker handeln oder auf einen Werbe-Link klicken, wird uns das vergütet.


ANZEIGE


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

EUR/USD sowie Aktien long, lautet derzeit die Devise In den vergangenen Tagen haben sich die Hinweise verdichtet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer anstehenden Sitzung im Dezember noch einmal nachlegen wird.

Meistgelesene Nachrichten des Autors