Telekom-Tochter im Fokus Buffetts neue Einkäufe: Pharma-, Gold-Aktien und T-Mobile US – Experte: „T-Mobile-Deal nachvollziehbar“

19.11.2020, 15:15  |  28251   |   |   

Neu im "Buffett-Depot" sind neben Pharma-, Gold- und Cloud-Aktien eine größere Beteilung an T-Mobile US. Was steckt hinter den neuen Käufen des besten Aktieninvestors der Welt?

Warren Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway hat im dritten Quartal erstmals Anteilsscheine der Telekom-Tochter T-Mobile US gekauft. Mit insgesamt 2,41 Millionen T-Mobile US-Aktien im Wert von 276 Millionen US-Dollar deckte sich das sogenannte "Orakel von Omaha" ein. Das entspricht einem Anteil von 0,12 Prozent am Berkshire Hathaway Depot.

Weitaus mehr, nämlich knapp sechs Milliarden US-Dollar, steckte Berkshire Hathaway in Pharma-Aktien. Jeweils rund 1,8 Milliarden US-Dollar investierte Buffetts Investmentgesellschaft in AbbVie, Merck & Co und Bristol-Myers Squibb. Bei Pfizer lag das Investment immerhin bei 136 Millionen US-Dollar. Dies geht aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC vom Montag hervor. Buffett spekuliert offenbar darauf, dass die vier großen Pharmahersteller von der Corona-Pandemie profitieren könnten.

Weitere neue Aktien im "Buffett-Depot" sind der Goldproduzent Barrick Gold (337 Millionen US-Dollar) sowie der Cloud-Anbieter Snowflake (1,53 Milliarden US-Dollar).  Beides Unternehmen, die ebenfalls von der Corona-Pandemie profitieren könnten.

Doch warum setzt Buffett auf die T-Mobile US-Aktie? Offenbar ist Buffett auf die Erfolgsgeschichte des US-Mobilfunkanbieters aufmerksam geworden. Allein im laufenden Jahr gewann die Aktie mehr als 64 Prozent hinzu (Stand:18.11.2020, Nasdaq):

T-Mobile US



Peter Thilo Hasler, Gründer und Analyst von Sphene Capital, erklärte exklusiv gegenüber wallstreet:online: „Nach der Übernahme des kleineren Rivalen Sprint lief das Geschäft bei T-Mobile US zuletzt glänzend. Im dritten Quartal stiegen Gewinn und Umsatz deutlich stärker an als erwartet. Zugleich wurden die Jahresziele angehoben und angekündigt, dass die Fusion mit Sprint, die Anfang April nach einem zweijährigen Kartellkampf stattfand, schneller als ursprünglich erwartet zu Kostensenkungen führen würde. Insofern ist das Engagement von Buffett durchaus nachvollziehbar, sollte aber auch relativiert werden, denn Buffett hat zeitgleich ein Vielfaches des Betrags in die US-Pharmahersteller Abbvie, Bristol-Myers Squibb und Merck investiert.“

Auch viele große Analysehäuser und Banken sind bei der T-Mobile US-Aktie derzeit bullisch. Anfang November hatte die Schweizer Bank Credit Suisse die Aktie der US-Tochter der Deutschen Telekom mit 'Outperform' in die Bewertung aufgenommen. Das Kursziel wurde auf 140 US-Dollar festgesetzt. UBS, JPMorgan und Barclays beließen ihre Einstufung auf 'Buy' bzw. 'Overweight'. Nur RBC beließ T-Mobile US auf 'Neutral'.

Autor: Ferdinand Hammer

Berkshire Hathaway Registered (A) Aktie jetzt über den Testsieger (Finanztest 11/2020) handeln, ab 0 € auf Smartbroker.de



Diesen Artikel teilen

0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Telekom-Tochter im Fokus Buffetts neue Einkäufe: Pharma-, Gold-Aktien und T-Mobile US – Experte: „T-Mobile-Deal nachvollziehbar“ Neu im "Buffett-Depot" sind neben Pharma-, Gold- und Cloud-Aktien eine größere Beteilung an T-Mobile US. Was steckt hinter den jüngsten Käufen des besten Aktieninvestoren der Welt?

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel