Warren Buffett macht’s vor: Solltest du jetzt auf Pharma-Aktien setzen?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
20.11.2020, 09:54  |  483   |   |   

Es gab durchaus einige bemerkenswerte Erkenntnisse im Rahmen des aktuellen Quartalsupdates von Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2). Beispielsweise, dass Warren Buffett seine maßgebliche Beteiligung an Apple ein wenig reduziert hat. Oder auch, dass Buffett im größten Stil auf die eigene Aktie gesetzt hat.

Was für viele Investoren jedoch vielleicht das Überraschendste gewesen ist, ist, dass Warren Buffett im letzten Quartal vermehrt auf Pharma-Aktien gesetzt hat. Ein Paradigmenwechsel? Immerhin handelt es sich nicht um seinen primären Circle of Competence. Wobei Warren Buffett für mich bewusst auf einen Basket gesetzt hat.

Die spannende Frage für Foolishe Investoren könnte jetzt allerdings sein: Solltest auch du auf Pharma-Aktien setzen? Wie immer existiert auch hier ein grundsätzliches Für und Wider.

Pharma-Aktien: Defensiv, beständig, manchmal leicht

Grundsätzlich sollten wir Pharma-Aktien ein wenig differenziert betrachten. Es existieren viele verschiedene Pharma-Aktien. Ob riskant oder eher defensiv. Oder auch komplex beziehungsweise schwierig zu verstehen. Das betrifft die Unternehmen selbst, die Marktchance, aber auch einzelne Produkte.

Aber es gibt einige Aktien, die können eine defensive Klasse innerhalb deines Portfolios ermöglichen. Novo Nordisks (WKN: A1XA8R) Geschäftsbereich im Diabetes-Markt ist eigentlich vom Grundsatz her einfach. Das Unternehmen entwickelt führende Diabetes-Präparate und Lösungen rund um den Markt. Mit oralen Präparaten existiert eine attraktive Wachstumsmöglichkeit. Auch die seit 90 Jahren führende Historie innerhalb des Marktes ist ein Pluspunkt, sowie die seit über zwei Jahrzehnten stets jährliche erhöhte Dividende.

Solche Aktien verfügen häufig außerdem über ein solides, moderates Wachstum. Aufgrund dieser Stärke, einem verständlichen Markt und einer soliden Dividende können solche Pharma-Aktien eine hervorragende langfristige Chance sein. Es existieren natürlich auch andere Kandidaten.

Wann man eher skeptisch sein sollte

Trotzdem sollte man als Investor innerhalb dieses Marktes stets ehrlich mit sich selbst sein: Die meisten von uns sind weder Mediziner noch Apotheker, noch in sonstiger Weise mit der Materie vertraut. Das zeigt, dass unser Wissen innerhalb dieses eigentlich defensiven und nichtzyklischen Marktes sehr begrenzt ist.

Während die großen Namen noch attraktive Chancen darstellen können, sollte man von kleineren, spekulativeren und vom Produktportfolio her weniger diversifizierten Chancen vielleicht eher die Finger lassen. Insbesondere, wenn der Erfolg einer Aktie von einem Produkt im Zulassungsprozess abhängig ist, bei dem man weder die Chancen noch die Risiken abwägen kann.

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