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18.000-Dollar-Marke geknackt Super-Bitcoin-Kursfeuerwerk: Aber totale Flaute beim Handelsvolumen? – Schlampt CoinMarketCap?

20.11.2020, 13:40  |  12720   |   |   

Der Bitcoin steigt auf ein Drei-Jahres-Hoch. Doch es gibt Zweifel an der Höhe des tatsächlichen Handelsvolumens. Möglicherweise sind weitaus weniger Käufer für den jüngsten Kursanstieg verantwortlich als gedacht.

Die Bitcoin-Rallye geht weiter: Erstmals seit drei Jahren knackte die größte und älteste Kryptowährung der Welt gestern die Marke von 18.000 US-Dollar. Am Freitagmorgen steht der Bitcoin immer noch rund drei Prozent im Plus. Eine Einheit der Cyberdevise kostet aktuell 18.253 US-Dollar (Stand: 20.11.2020, 09:37 Uhr, CoinMarketCap).

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PayPals Einstieg ins Krypto-Geschäft wird von Experten immer wieder als ein wesentlicher Grund für die jüngste Kursrallye genannt. PayPal-Kunden in den USA können künftig über die Online-Plattform des Bezahldienstes Kryptowährungen kaufen, halten und verkaufen. Ab 2021 sollen auch Online-Zahlungen mit Digitalwährungen über PayPal möglich sein.

Wetten von Hedgefonds könnten eine weitere Ursache der jüngsten Bitcoin-Rallye sein, berichtete gestern die Tagesschau. IG-Analyst David Iusow warnt: „Wenn diese Hedgefonds allerdings genug Reibach gemacht haben, werden sie genauso schnell den Zug wieder verlassen. Wer dann bleibt, sind wie immer die privaten Anleger, die die großen Korrekturen aussitzen“.

Mehrere Medien verweisen unterdessen auf das relativ geringe Handelsvolumen beim Bitcoin. Bild-Journalisten schrieben am Donnerstag: „Es wird beim Bitcoin immer wieder auf das vergleichsweise geringe Handelsvolumen verwiesen. So ist zu erklären, dass bereits einige wenige Käufer oder Verkäufer den Kurs stark bewegen können.“

Verlässliche und unabhängige Daten zum Bitcoin-Handelsvolumen gibt es bisher kaum. So waren in der Vergangenheit unregulierte Krypto-Börsen immer wieder wegen gefälschter Handelsvolumina aufgefallen. Manager von Bitwise Asset Management hatten im März 2019 in einem Report gegenüber der US-Börsenaufsicht SEC erklärt, dass 95 Prozent des gesamten auf der Webseite CoinMarketCap.com erfassten Bitcoin-Handelsvolumens gefälscht sei. Über die Studie hatten damals unter anderem Bloomberg und das Wall Street Journal (WSJ) berichtet.

Laut CoinMarketCap liegt das Bitcoin-Handelsvolumen der letzten 24 Stunden bei mehr als 37 Milliarden US-Dollar. Die Webseite Blockchain.com geht hingegen nur von einem Handelsvolumen von rund 358 Millionen US-Dollar aus, betont jedoch, dass diese Zahl nicht das Gesamthandelsvolumen darstelle.

Phillip Sandner, Leiter des Frankfurt School Blockchain Centers, hält die Zahlen zum Bitcoin-Handelsvolumen von CoinMarketCap für nicht valide. Exklusiv gegenüber wallstreet:online erklärte er: „In der Tat sind die Daten bei CoinMarketCap sicherlich zu hoch gegriffen. Aber Vergleiche über die Zeit hinweg funktionieren dennoch (. . .) Insofern stimme ich zu, dass das Handelsvolumen derzeit geringer ist als vor einiger Zeit.”

Autor: Ferdinand Hammer


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