Wochenvorschau vom 21. bis 27. November 2020

Gastautor: Dr. Ulrich Kater
20.11.2020, 15:12  |  1311   |   |   

Disclaimer: Diese Darstellungen inklusive Einschätzungen wurden von der DekaBank nur zum Zwecke der Information des jeweiligen Empfängers erstellt. Die Informationen stellen weder ein Angebot, eine Einladung zur Zeichnung oder zum Erwerb von Finanzinstrumenten noch eine Empfehlung zum Erwerb dar. Die Informationen oder Dokumente sind nicht als Grundlage für irgendeine vertragliche oder anderweitige Verpflichtung gedacht. Sie ersetzen keine (Rechts- und / oder Steuer-) Beratung. Auch die Übersendung dieser Darstellungen stellt keine derartige beschriebene Beratung dar. Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert und zusammengestellt. Die hier abgegebenen Einschätzungen wurden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen und stammen aus oder beruhen (teilweise) auf von uns als vertrauenswürdig erachteten, aber von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen. Eine Haftung für die Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der gemachten Angaben und Einschätzungen, einschließlich der rechtlichen Ausführungen, ist ausgeschlossen. Die enthaltenen Meinungsaussagen geben die aktuellen Einschätzungen der DekaBank zum Zeitpunkt der Erstellung wieder, die sich jederzeit ohne vorherige Ankündigung ändern können. Jeder Empfänger sollte eine eigene unabhängige Beurteilung, eine eigene Einschätzung und Entscheidung vornehmen. Insbesondere wird jeder Empfänger aufgefordert, eine unabhängige Prüfung vorzunehmen und/oder sich unabhängig fachlich beraten zu lassen und seine eigenen Schlussfolgerungen im Hinblick auf wirtschaftliche Vorteile und Risiken unter Berücksichtigung der rechtlichen, regulatorischen, finanziellen, steuerlichen und bilanziellen Aspekte zu ziehen. Sollten Kurse/Preise genannt sein, sind diese freibleibend und dienen nicht als Indikation handelbarer Kurse/Preise. Bitte beachten Sie: Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.


Die wichtigsten Ereignisse der kommenden Woche

Euroland: Einkaufsmanagerindex (Montag)
Die Wirtschaft in Euroland befindet sich in diesem Jahr auf einer ausgeprägten Berg- und Talfahrt. Nach einem bespiellosen Absturz im ersten Halbjahr folgte eine starke Aufholbewegung im dritten Quartal. Mittlerweile geht es wieder abwärts. Die Teillockdowns seit Ende Oktober in vielen europäischen Ländern trüben die Stimmung. Darauf dürften auch die Einkaufsmanagerindizes im November hinweisen. Die bisherigen Einschränkungen treffen aber vor allem die Dienstleister, von denen ein deutliches Rezessionssignal ausgeht. Die Industrie hingegen kommt bislang wesentlich besser durch die zweite Corona-Welle und verlangsamt die realwirtschaftliche Abwärtsbewegung erheblich.

Deutschland: ifo Geschäftsklima (Dienstag)
Egal, wo man derzeit in Europa hinblickt, befinden sich die Volkswirtschaften wenigstens in einem Teillockdown, oftmals sogar in einem Volllockdown. Diese treffen ausschließlich die Dienstleistungsbereiche – zumeist Freizeitdienstleistungen und Handel – allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. In diesem Umfeld fällt es den Unternehmen nicht nur schwerer, Geschäfte im Inland zu tätigen, auch die Auslandsgeschäfte leiden vor allem wegen der Konjunkturabkühlung in den Partnerländern. In diesem Umfeld ist mit einer Eintrübung des ifo Geschäftsklimas im Berichtsmonat November zu rechnen. Interessant wird der Blick auf die Geschäftserwartungen, ob sich dort die positiven Nachrichten zu den Impfstoffen niederschlagen.

USA: Einnahmen und Ausgaben der privaten Haushalte (Mittwoch)
Am Donnerstag wird in den USA Thanksgiving gefeiert. Hierdurch verkürzt sich die Datenwoche und sorgt dafür, dass am Vortag ein voller Datenkalender veröffentlicht wird. Zugegeben, die von uns erwarteten Veränderungsraten für die persönlichen Einnahmen und die privaten Konsumausgaben im Oktober sind mit Blick auf die vergangenen Monate weit weniger spektakulär. Dennoch lohnt sich ein Blick auf diese Daten: Die Einnahmen dürften aufgrund des Auflaufens des Kreditprogramms für Unternehmen gegenüber dem Vormonat gesunken sein. Ca. 140 Mrd. US-Dollar ist dieser Einkommensverlust hoch. Gleichwohl deuten Tagesdaten zum Konsum an, dass dieser im Vergleich zum Vormonat angestiegen ist. Somit dürfte der Wegfall der Fiskalhilfe zu meinem weiteren Rückgang der Sparquote beigetragen haben.

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Diese Information inklusive Einschätzungen dürfen weder in Auszügen noch als Ganzes ohne schriftliche Genehmigung durch die DekaBank vervielfältigt oder an andere Personen weitergegeben werden.

DekaBank Deutsche Girozentrale
Mainzer Landstraße 16
60325 Frankfurt

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Gastautor

Dr. Ulrich Kater
Chefvolkswirt, DekaBank

Der promovierte Volkswirt war von 1995 bis 1999 im Stab der „fünf Wirtschaftsweisen“ für die Themen Geldpolitik und Kapitalmarkt verantwortlich. Seit 1999 hat er maßgeblich zum Aufbau der Volkswirtschaftlichen Abteilung der DekaBank beigetragen, ist seit 2004 Chefvolkswirt der DekaBank und übernahm 2006 den Vorsitz der Kommission Wirtschaft und Finanzen im Verband Öffentlicher Banken, den er bis heute innehat.

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