Killt Amazon jetzt auch noch die (Online-) Apotheken?

Gastautor: Armin Brack M.A.
23.11.2020, 11:41  |  947   |   |   

Ab sofort geht ein Gespenst um in der Apotheken-Branche und dieses Gespenst hat einen Namen: Disruption. Andere kennen es unter seinem Künstlernamen: Amazon.

Als Disruption bezeichnet man einen Prozess, bei dem ein bestehendes Geschäftsmodell oder ein gesamter Markt durch eine stark wachsende Innovation abgelöst bzw. zerschlagen wird; Produkte, Dienstleistungen oder Technologien werden also ganz oder teilweise verdrängt.

Der Unterschied zu normalen, in allen Branchen alltäglichen, Innovationen liegt in der Art und Weise der Veränderung. Während eine Innovation eine Fortentwicklung, eine Anpassung ist, bezeichnet die Disruption einen totalen Um- oder Zusammenbruch des bestehenden Modells. Und das hat natürlich dramatische Auswirkungen für alle Beteiligten.

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Die Idee disruptiver Innovation in der Wirtschaft lässt sich auf den österreichischen National-Ökonomen und Politiker Joseph Schumpeter zurückführen, der sie bereits Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte. Der Harvard-Absolvent Clayton Christensen führte 1997 aus, dass jedes noch so erfolgreiche und etablierte Unternehmen eines Tages von einer solchen Existenz beraubenden Revolution bedroht wird. Christensen beschreibt diesen disruptiven Prozess dennoch als notwendig für eine funktionierende Weiterentwicklung des Marktes.

Verlierer sind in diesem Fall zumeist große Unternehmen, die ihrerseits selbst mit einer radikalen Innovation ins Geschäft eingestiegen sind. Denn für etablierte Unternehmen sei es geradezu unmöglich, ihr Geschäftsmodell von Grund auf zu verändern. Ausschließlich Neugründer, die wenig zu verlieren und viel zu gewinnen hätten, seien in der Lage, derartige Risiken einzugehen.

» Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, auch nicht die intelligenteste;
es ist diejenige, die sich dem Wandel am besten anpassen kann.“
«
– (Charles Darwin)

Vor allem im Bereich des Internets und der neuen, digitalen Medienwelt wird häufiger von Disruption gesprochen, aber auch in der Start-up-Szene gilt es als Zauberwort für Finanzierungszusagen. Doch nicht alles, was irgendwie neu und quer gedacht erscheint, ist auch disruptiv. Viele neue Herausforderer scheitern mit ihren Konzepten an den Etablierten, weil diese einen funktionierenden ökonomischen Burggraben aufbauen und diesen erfolgreich verteidigen konnten.

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