Feature Vorrang für die Umweltpolitik sorgt für Umbau der Investmentindustrie

Nachrichtenagentur: news aktuell
24.11.2020, 17:15  |  125   |   |   

Tating (ots) - Mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden gewinnen Umwelt- und
Klimapolitik an Gewicht. Weite Teile des Biden-Harris-Programms beschreiben die
Pläne für den ökologischen Umbau - in der Energieversorgung, in der
Landwirtschaft, aber auch in der gesamten Gesellschaft. Der Effekt wird weltweit
zu spüren sein, viel Geld wird benötigt, staatliches wie privates. Für die
Finanzindustrie bedeutet das einen tiefgreifenden Umbau - mit Chancen und
Risiken für Anleger.

Die USA werden grüner werden, die Demokraten stehen für Klimaschutz und den
Ausbau erneuerbarer Energien. "Das eröffnet abseits der ausgetretenen
Investmentpfade interessante, risikoarme Anlagechancen für Investoren", sagt
Ivan Mlinaric, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH. Vor allem
grüne Infrastruktur wird zu einem der wichtigsten Treiber der wirtschaftlichen
Erholung weltweit. So rief der Internationale Währungsfonds die Staaten dazu
auf, in diesen Bereich zu investieren. Auf diese Weise ließe sich das
Wirtschaftswachstum weltweit anschieben. "Der Investitionsbedarf bei grüner
Infrastruktur, vor allem bei der Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen, ist
gewaltig", sagt Mlinaric. Um das Klimaziel einer unter zwei Grad Celsius
liegenden globalen Erwärmung erreichen zu können, müssen jedes Jahr 3,2
Billionen US-Dollar investiert werden - und das von heute an bis zum Jahr 2050.

Die gesetzlichen Vorgaben scheinen dabei klar: ESG-Kriterien sollen weithin
Einzug halten in die Bewertung von Geldanlagen, bei der zusätzlich zu den
Faktoren Risiko, Rendite oder Liquidität auch die Bewertung der Nachhaltigkeit
einer Anlage kommt. Hier aber ist die Datenlage uneinheitlich: "Noch vor einigen
Jahren war es schwierig, überhaupt Daten zu finden", sagt Sascha Werner,
Portfoliomanager bei Moventum AM. "Heute gibt es eine Vielzahl von ESG-Ratings,
die allerdings zu sehr unterschiedlichen Einschätzungen kommen." Es sei bereits
heute eine Marktbereinigung bei den Anbietern von ESG-Ratings zu sehen und daher
möglich, dass sich in einiger Zeit ein Marktstandard herausbilde.
"Wahrscheinlicher aber ist, dass sich einige Anbieter am Markt halten werden,
wie das auch bei den klassischen Ratingagenturen der Fall ist", sagt Werner. In
diesem Fall wird es notwendig sein, die Fakten und ihre Interpretation zu
kennen. Dann lassen sich die Ratings nach einer eigenen Systematik in die
persönliche Anlageentscheidung mit einbeziehen.

Auch ohne final festgezurrte Kriterien boomt die Nachfrage nach ESG-Investments.
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