Aktien New York: Einsichtiger Trump treibt Dow erstmals über 30 000 Punkte
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Aktien New York Einsichtiger Trump treibt Dow erstmals über 30 000 Punkte

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
24.11.2020, 20:13  |  599   |   |   

NEW YORK (dpa-AFX) - Hausse-Stimmung an der Wall Street: Dank der wachsenden Einsicht von Donald Trump in seine Wahlniederlage hat der Dow Jones Industrial am Dienstag erstmals die 30 000-Punkte-Marke übersprungen. Im Handelsverlauf stieg der bekannteste amerikanische Aktienindex sogar bis über 30 100 Punkte - zuletzt stand noch ein Plus von 1,47 Prozent auf 30 025,76 Zähler zu Buche.

Der marktbreite S&P 500 gewann 1,56 Prozent auf 3633,56 Punkte und näherte sich damit seiner bisherigen, erst knapp zwei Wochen alten Bestmarke von 3645 Punkten. Der vortags schwächelnde Technologiewerte-Index Nasdaq 100 schaffte einen Kurszuwachs von 1,42 Prozent auf 12 075,35 Punkte.

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Der Übergang zwischen der Regierung von Amtsinhaber Trump und dem gewählten US-Präsidenten Joe Biden beginnt. Er habe die Behörden und seine Mitarbeiter angewiesen, mit Biden zu kooperieren, teilte Trump auf Twitter mit. Kurz zuvor hatte die zuständige Behörde GSA Biden als offenkundigen Wahlsieger eingestuft. Damit zeichnet sich das Ende einer wochenlangen Hängepartie um die Führung der Vereinigten Staaten ab.

Diese Entwicklung habe dem Markt "einen Schubs in die richtige Richtung gegeben", schrieb Analyst Craig Erlam vom Handelshaus Oanda. Allerdings habe sich Trumps langes Festklammern an das Präsidentenamt für die Märkte letztlich nicht als so belastend erwiesen wie zuvor befürchtet. Nun stelle sich die Frage, ob es nach der Entscheidung in dieser Sache und angesichts der hoffnungsvoll stimmenden Nachrichten zu Corona-Impfstoffen noch Kurstreiber für eine Rally zum Jahresende gebe "oder ob Investoren nun lieber die Portfolios bereinigen und Gewinne vom Tisch nehmen", so der Marktexperte.

Derweil setzten die Aktien von Tesla ihre Rekordfahrt fort: Sie stiegen um rund sechs Prozent auf 554 US-Dollar. Damit ist der Hersteller von Elektrofahrzeugen nun an der Börse erstmals über 500 Milliarden Dollar wert. Darüber konnte sich vor allem Firmenchef und Großaktionär Elon Musk freuen: Er überholte im Milliardärs-Ranking "Bloomberg Billionaires Index" den Microsoft -Mitgründer Bill Gates und gilt nun als zweitreichster Mensch der Welt.

Anteilscheine von Fluggesellschaften profitierten weiterhin von der Hoffnung auf bald verfügbare Corona-Impfstoffe: American Airlines , Delta Air Lines und United Airlines gewannen bis zu fast zehn Prozent.

Dagegen war bei den Impfstoffentwicklern nach der jüngsten Kursrally trotz teils weiterer guter Nachrichten erst einmal die Luft raus. Die Papiere von Moderna verloren fast dreieinhalb Prozent, obwohl das US-Unternehmen mit der EU einen Rahmenvertrag über die Lieferung bis zu 160 Millionen Dosen seines Impfstoffs ausgehandelt hat.

Die EU-Kommission hat nun Verträge mit den Herstellern aller Impfstoffe, denen die besten Chancen für eine rasche Zulassung in den kommenden Wochen gegeben werden. Neben Moderna sind das das Mainzer Unternehmen Biontech mit seinem US-Partner Pfizer sowie der britisch-schwedische Branchenkollege Astrazeneca , der mit der Universität von Oxford kooperiert. Für alle drei Impfstoffe waren in den vergangenen Tagen vielversprechende Testdaten bekannt geworden. Demnach sind alle drei Vakzine wirksam und verträglich. Die in New York gelisteten Aktien von Biontech verloren am Dienstag fast sechs Prozent, während Pfizer knapp im Plus notierten.

Auch abseits des Themas Corona gab es kursbewegende Unternehmensnachrichten. Die Titel von Boeing gewannen knapp dreieinhalb Prozent, nachdem bekannt geworden war, dass nach der Wiederzulassung des Unglücksfliegers 737 Max in den USA auch in Europa ein Ende des Startverbots bevorsteht. Geplant sei, den Flugzeugtyp in einigen Wochen wieder abheben zu lassen, teilte die europäische Luftfahrtaufsicht EASA mit.

Die Aktionäre von Best Buy mussten derweil nach dem zuletzt guten Lauf einen Kursverlust von knapp sechs Prozent verkraften. Der Elektronikkonzern legte zwar einmal mehr überraschend starke Quartalszahlen vor, scheut aber weiter vor einer Jahresprognose zurück./gl/he

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