KONE IM FOKUS Aufzüge und Rolltreppen als Stars der Investitionsgüterbranche

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
26.11.2020, 14:05  |  169   |   |   

ESPOO (dpa-AFX) - Der finnische Aufzug- und Rolltreppenhersteller Kone kam bisher gut durch die Corona-Krise. Zuletzt stieg der Konzern sogar in den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 auf. Der Kurs stieg in neue Höhen. Was das Unternehmen umtreibt, was die Analysten sagen und wie die Aktie sich in den vergangenen Jahren entwickelt hat.

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Die Branche der Aufzug- und Rolltreppenhersteller gilt seit geraumer Zeit als stabiles und ertragreiches Geschäft. Selbst wenn neue Aufträge mal ausbleiben, sorgt die Wartung der installierten Anlagen für einen steten Umsatzstrom. In seiner Finanznot musste der deutsche Thyssenkrupp-Konzern jüngst seine Aufzugsparte verkaufen, um sich bilanziell Luft für seine angeschlagenen anderen Geschäfte wie die Stahlherstellung, den industriellen Anlagenbau oder die Autozulieferung zu verschaffen - das Tafelsilber brachte 17,2 Milliarden Euro ein.

Unter den Interessenten für die Sparte mit 8 Milliarden Euro Jahresumsatz und über 50 000 Mitarbeitern war lange auch der Kone-Konzern, letztlich ging Thyssenkrupp Elevator aber an ein Konsortium um die Finanzfirmen Advent und Cinven sowie der RAG-Stiftung. Die Bedenken der Essener über eine wohl langwierige Kartellprüfung im Falle eines Zuschlags für die Finnen spielten dabei eine gewichtige Rolle.

Kone kann bisher auch allein der Krise widerstehen, im dritten Quartal legte der Konzern trotz der widrigen Umstände bei Umsatz und Gewinn weiter zu. Ohne Währungsschwankungen gerechnet steigerte Kone den Erlös um fast 5 Prozent, der Auftragseingang hingegen sank um nahezu 4 Prozent.

Das China-Geschäft habe sich bei Umsatz und Neubestellungen sehr gut entwickelt, sagte Vorstandschef Henrik Ehrnrooth. Auch in anderen Teilen der Welt gebe es Erholungstendenzen, jedoch sei das Umfeld immer noch durch die Corona-Pandemie geprägt. Zudem habe die Unsicherheit zum Ende des Quartals wieder zugenommen.

Kone beschäftigte zuletzt über 60 000 Mitarbeiter. Fast die Hälfte seines Geschäfts macht der Konzern entweder mit Wartung oder Modernisierung von Aufzügen und Rolltreppen. Vor allem die Wartung erweist sich in der Krise als stabiles Geschäft.

DAS SAGEN DIE ANALYSTEN:

Von den sechs im dpa-AFX-Analyser ausgewerteten Analystenstudien empfehlen nach dem deutlichen Kursanstieg in diesem Jahr zwei Experten die Aktie zum Kauf, drei sind für Halten und einer für Verkaufen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 67 Euro und damit knapp unter dem aktuellen Kursniveau von rund 70 Euro.

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