ROUNDUP 3 Merkel setzt auf Vernunft und Solidarität der Bürger über Weihnachten

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
26.11.2020, 16:22  |  129   |   |   

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BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Menschen in Deutschland beschworen, auch über Weihnachten und Silvester in den Kraftanstrengungen gegen das Coronavirus nicht nachzulassen. Gerade in dieser Zeit wünsche sie sich, "dass wir mehr denn je miteinander und füreinander einstehen", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Bundestag. Mit emotionalen Worten appellierte sie an die Bürger: "Wir haben es in der Hand. Wir sind nicht machtlos. Wir haben ganz ohne Zweifel noch einmal schwierige Monate vor uns." Jeder und Jede könne aber "aktiv dazu beitragen, dass wir diese Zeit gut durchstehen". Kritik an den jüngsten Bund-Länder-Entscheidungen kam in der Aussprache vor allem von AfD, FDP und Linken.

Die Kanzlerin stimmte die Menschen auf eine weitere Verlängerung der Maßnahmen bis Januar ein. "Angesichts des hohen Infektionsgeschehens gehen wir davon aus, dass die Beschränkungen bis Anfang Januar weiter gelten müssen, jedenfalls für die allermeisten Teile der Bundesrepublik Deutschland." Es gebe aber auch Anlass zur Hoffnung, sagte Merkel mit Blick auf die Fortschritte bei Impfstoffen. Diese würden das Problem zwar nicht sofort lösen, seien aber ein "Licht am Ende des Tunnels".

Bund und Länder hatten am Mittwochabend beschlossen, dass der Teil-Lockdown mit der Schließung unter anderem von Restaurants, Theatern und Freizeiteinrichtungen bis zum 20. Dezember verlängert wird. Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sollen auf maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt werden. Kinder bis 14 Jahre fallen nicht unter diese Regelung. Weihnachten soll aber gefeiert werden können - im engsten Familien- und Freundeskreis mit maximal zehn Menschen, Kinder bis 14 Jahre nicht eingerechnet.

Vor Beginn des Teil-Lockdowns sei es "buchstäblich 5 vor 12" gewesen, sagte Merkel. Inzwischen habe man zwar das exponentielle Wachstum der Neuinfektionen stoppen können. Und das Schlimmste, die Überforderung des Gesundheitssystems, sei bislang verhindert worden. "Das ist ein erster Erfolg. Aber es ist noch kein nachhaltiger Erfolg."

Ein Blick auf die Infektionszahlen zeigt, was Merkel meinte: Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 22 268 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden. Das waren rund 3600 mehr als am Mittwoch (18 633). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 389 auf 15 160. Am Mittwoch war mit 410 Todesfällen ein Höchstwert erreicht worden.

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26.11.20 16:53:27
Vernunft und Menschenverstand wäre genau das was Angela Merkel bräuchte.

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