GRENKE IM FOKUS Die Schlammschlacht ist noch nicht beendet

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
30.11.2020, 11:35  |  1080   |   |   

BADEN-BADEN (dpa-AFX) - Die Betrugsvorwürfe des Shortsellers Fraser Perring gegen den Leasingkonzern Grenke erschütterten vor mehr als zwei Monaten die Börse. Allen Dementis und Gegenmaßnahmen der Firma und ihres Gründers Wolfgang Grenke zum Trotz hat sich der Aktienkurs bis heute nicht von der Attacke erholt. Zur Lage des Unternehmens, was die Analysten sagen und was die Aktie macht.

DIE LAGE DES UNTERNEHMENS:

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Mitte September schossen die Autoren des selbsternannten Research-Dienstes Viceroy erstmals öffentlich gegen die Baden-Badener Grenke AG, einem Leasingspezialisten vor allem für Büroausstattungen und Software. Der Brite Fraser Perring, der hinter Viceroy steht, warf dem MDax -Unternehmen unter anderem Betrug und Bilanzmanipulation vor. Dabei soll sich Unternehmensgründer Wolfgang Grenke jahrelang über ein Geflecht mit verbundenen Firmen sich unlauter bereichert haben.

Einer der Dreh- und Angelpunkte von Perrings Theorie ist das Franchise-System des Unternehmens. Viele von diesen Franchise-Gesellschaften werden von ehemaligen Grenke-Mitarbeitern geleitet. Über dieses System würden entweder Luftbuchungen kaschiert oder Geld in großem Stil abgezweigt, so der Vorwurf. Zudem hatte Perring behauptet, ein großer Teil der ausgewiesenen finanziellen Mittel existiere nicht. Schnell hatte daraufhin die Furcht vor einem zweiten Fall Wirecard im Raum gestanden.

Gegen einen Vergleich mit dem inzwischen insolventen Zahlungsabwickler wehrt sich Wolfgang Grenke vehement. Auch weisen der Manager, Unternehmensvorstand und Aufsichtsrat sämtliche Vorwürfe von Viceroy bis heute als haltlos zurück. Der Leasingspezialist hat inzwischen einiges unternommen, um die Beschuldigungen zu entkräften. Auch behält sich Grenke vor, rechtliche Schritte einzuleiten.

Ein Sondergutachten, mit dem Grenke seinen regulären Wirtschaftsprüfer KPMG beauftragte, hat inzwischen Viceroys Vorwurf der zu hoch ausgewiesenen liquiden Mittel klar aus dem Weg geräumt. Zudem wurde die Gesellschaft Warth & Klein Grant Thornton mit der Überprüfung der Franchise-Geschäfte und deren Übernahmen beauftragt.

Im Oktober sah sich Grenke durch ein Zwischenergebnis der Prüfer in vielen Punkten entlastet. Keine wesentlichen Auffälligkeiten etwa beim Geschäftsmodell und der Organisation - so lautete das Fazit von Vorstand und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Ein offizielles Testat von den Prüfern gibt es hierzu mit Ausnahme der Kontobestände aber noch nicht. Wann ein endgültiges Ergebnis folgt, ist offen.

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