Egbert Prior Wasserstoff-Phantasie beflügelt MBB

Gastautor: Egbert Prior
02.12.2020, 11:57  |  2266   |   |   

Die Aktie hat sich phänomenal entwickelt. In den letzten zehn Jahren ist der Kurs um den Faktor 15 explodiert von 6,75 Euro auf aktuell 111 Euro. Jetzt spricht viel dafür, daß die Notiz weiter kräftig steigt.

Die Aktie hat sich phänomenal entwickelt. In den letzten zehn Jahren ist der Kurs um den Faktor 15 explodiert von 6,75 Euro auf aktuell 111 Euro. Jetzt spricht viel dafür, daß die Notiz weiter kräftig steigt. CEO Christof Nesemeier verfolgt eine kluge Wachstumsstrategie. Der Mitgründer weiß die Themen am Kapitalmarkt zu spielen. Ende 2017 brachte MBB den Autozulieferer Aumann zu einem stattlichen Preis an die Börse. Die Equity-Story wurde konsequent auf E-Mobility gebürstet, die Anleger waren begeistert. Jetzt soll der nächste Coup folgen. Im vergangenen Jahr kauften die Berliner 60% an Friedrich Vorwerk. Das mittelständische Familienunternehmen ist ein Spezialist für Tief-, Rohr- und Anlagenbau. Es dreht sich um erdverlegte Gas-, Öl- und Stromtrassen. Vorwerk profitiert von der Energiewende. Der meiste Windstrom wird im Norden produziert, während der größte Bedarf im industriellen Süden besteht. Deswegen müssen beispielsweise hierzulande die Stromnetze um mehrere tausend Kilometer – hauptsächlich durch Erdkabel – ausgebaut werden. Mitte November machte eine MBB-Unternehmensmitteilung hellhörig: „Um das starke Wachstum der Gesellschaft weiter zu beschleunigen, prüft die Friedrich Vorwerk zur Zeit mögliche Wachstumsoptionen, zu denen auch ein Börsengang gehören kann“. Im Klartext: Die Berliner planen ein IPO für ihre Tochtergesellschaft, der – vorausgesetzt die Börse spielt mit – im ersten Quartal des kommenden Jahres stattfinden könnte. Grundlage der Equity-Story ist wieder ein Megatrend: Die Energiewende. Notwendig sind massive Investitionen in die saubere Energieinfrastruktur der Zukunft. Derzeit herrscht an der Börse ein Hype, was sogenannte „Wasserstoffaktien“ betrifft. Dabei geht es unter anderem um geplante milliardenschwere Investitionen, die für die Herstellung (Elektrolyse) des Wasserstoffs notwendig sind. Der Ausbau von „grünem Wasserstoff“ soll bis 2050 ein Volumen von rund 500 Milliarden Euro haben. Schon heute verfügt der Börsenkandidat in Spe über umfangreiche Technologien, was Gasnetze anbetrifft. Für ein besseres Standing hat Friedrich Vorwerk Ende 2019 den Wettbewerber Bohlen & Doyen übernommen. Zusammen kommen beide Unternehmen auf einen Umsatz von mehr als 280 Millionen. Die Ebit-Marge über 14%, was sich sehen lassen kann. Auch ohne Börsengang ist die „Kriegskasse“ von MBB prall gefüllt. Die Nettoliquidität beläuft sich auf mehr als 210 Millionen Euro. Davon werden 4,2 Millionen als pures Gold gehalten! Die Berliner sind für weitere Zukäufe also bestens gerüstet. Im laufenden Turnus sollen mehr als 660 Millionen durch die Bücher gehen, bei einer Ebitda-Marge zwischen 8 und 10%. MBB ist schon in der Vergangenheit kräftig gewachsen. 2005 lagen die Erlöse bei lediglich 37 Millionen. Für 2025 plant Unternehmenslenker Nesemeier, die magische Marke von 1 Milliarde zu knacken. Trotz Corona-Krise ist der Umsatz nach 9 Monaten um 25% auf 511 Millionen geklettert. Aktueller Börsenwert 630 Millionen. Ein Jahresumsatz. Vertretbar. Fazit: Das geplante IPO sorgt für Phantasie. Der Kurs hat weiteres Potential.



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Egbert Prior Wasserstoff-Phantasie beflügelt MBB Die Aktie hat sich phänomenal entwickelt. In den letzten zehn Jahren ist der Kurs um den Faktor 15 explodiert von 6,75 Euro auf aktuell 111 Euro. Jetzt spricht viel dafür, daß die Notiz weiter kräftig steigt. CEO Christof Nesemeier verfolgt eine kluge Wachstumsstrategie.