ROUNDUP 2 Großbritannien will in wenigen Tagen mit Corona-Impfungen beginnen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
02.12.2020, 19:58  |  325   |   |   

(Im 2. Absatz wurde deutlicher gemacht, was Johnson mit dem Vergleich zur Kampfkunst Jiu Jitsu meinte.)

LONDON (dpa-AFX) - Als erstes Land hat Großbritannien den Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer zugelassen. Bereits in wenigen Tagen sollen die ersten Menschen in dem Land geimpft werden. Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel erteilte am Mittwoch die Zulassung für den Impfstoff. Man erwarte den Einsatz "mehrerer Millionen Dosen" bis zum Ende des Jahres, sagte Premier Boris Johnson.

Bei einer Pressekonferenz im Regierungssitz Downing Street am Abend lobte Johnson den Einsatz der beteiligten Wissenschaftler. Diese seien dem Virus mit "biologischem Jiu Jitsu" zu Leibe gerückt, schwärmte der britische Regierungschef. Wie bei der sanften asiatischen Kampfkunst, bei der die Kraft des Gegners ausgenutzt wird, hätten sie das Virus mit dessen eigener Kraft bekämpft. Bereits kommende Woche sollen die ersten 800 000 Dosen des Impfstoff BNT162b2 im Land zur Verfügung stehen.

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"Wir erwarten, den Impfstoff in den nächsten paar Tagen nach Großbritannien ausliefern zu können", bestätigte Biontech-Mitgründerin Özlem Türeci auf einer Pressekonferenz in Mainz. Die Unternehmen haben mit Großbritannien eine Lieferung von insgesamt 40 Millionen Impfstoffdosen für Dezember und im kommenden Jahr getroffen. "Die erste Notfallzulassung für einen Covid-19-Impfstoff ist ein bahnbrechender wissenschaftlicher Meilenstein", hieß es von den Unternehmen. Ihr Impfstoff wurde auf Basis von Daten aus einer großen klinischen Studie mit Zehntausenden Probanden zugelassen.

Für die EU will die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema noch im Dezember über eine Zulassungsempfehlung für den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer entscheiden. Bis 29. Dezember soll ein Ergebnis der Prüfung vorliegen, hieß es von der Agentur. "Aber diese Zeitpläne könnten sich im Laufe des Bewertungsverfahrens ändern", sagte Ema-Chefin Emer Cooke. Deutschland und die EU haben bereits einen Rahmenvertrag über den Kauf von bis zu 300 Millionen Dosen des Impfstoffs abgeschlossen.

"Da die derzeit geprüften Covid-Impfstoffe Millionen von Menschen in der EU verabreicht werden, sind wir uns der riesigen Verantwortung nur allzu bewusst, unsere Beurteilung und Empfehlungen korrekt zu erstellen, damit wir die europäische Bevölkerung schützen können", sagte Cooke. Die wissenschaftliche Bewertung werde unabhängig erfolgen und allein von Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit der Impfstoffe abhängen - "nichts sonst".

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