Royal Dutch Shell, BP & Co.: Verschobenes OPEC+-Treffen! Was bedeutet das für den Ölmarkt?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
03.12.2020, 08:31  |  461   |   |   

Die Aktien von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S), BP (WKN: 850517) und Co. sind natürlich weiterhin abhängig von den Ölpreisen. Was sich in den letzten Wochen und Monaten fast schon wie eine Drohung angehört hat, klingt inzwischen gar nicht mehr so verkehrt.

Das Barrel Brent notiert inzwischen wieder auf einem Kursniveau von über 48 US-Dollar pro Fass. Damit ist der Ölmarkt inzwischen wieder deutlich entspannter geworden, was man auch den Aktienkursen von Royal Dutch Shell und BP ansieht, um nur zwei Beispiele zu nennen.

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Allerdings stehen die Ölpreise möglicherweise vor einer Zerreißprobe. Die OPEC+ präsentiert sich in diesen Tagen ein wenig uneinheitlich, was zu einer Belastung führen könnte. Jetzt ist sogar ein wichtiges Treffen des Kartells verschoben worden. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Foolishe Investoren in dem Markt wissen sollten.

OPEC+ verschiebt Treffen kurzfristig …

Wie wir mit Blick auf aktuelle Schlagzeilen und Termine feststellen können, sollten die Vertreter der OPEC+-Staaten eigentlich am Dienstag dieser Woche tagen. Ein Termin, der jetzt kurzfristig auf den Donnerstag dieser Woche verschoben worden ist. Zwei Tage klingen natürlich nicht wie die Welt. Allerdings könnte es inhaltliche Diskrepanzen geben, die für die Terminverschiebung gesorgt haben.

So scheinen wichtige Akteure innerhalb des Kartells uneinig zu sein, wie die künftige Förderpolitik aussehen soll. Bereits im Vorfeld ist durchgesickert, dass Mitglieder wie der Irak und die Vereinigten Arabischen Emirate unzufrieden mit den Vorgaben des Kartells gewesen sind. Der Ruf nach höheren Förderquoten ist bekannt gegeben worden. Sogar die Option eines Bruchs mit dem Kartell schien zumindest kurzfristig eine Option bei den Vereinigten Arabischen Emiraten zu sein, wenn kein zufriedenstellender Konsens gefunden werden kann.

Grundsätzlich scheint ein wenig Einigkeit darüber zu bestehen, dass die Förderkürzungen aufrechterhalten werden sollen. Allerdings ist ein weiteres Ziel, dass die Ölpreise unter dem Niveau von 50 US-Dollar je Barrel gedrückt bleiben. Ab diesem Preisniveau könnte es für die US-amerikanische Schieferölproduktion wieder interessant werden, zu produzieren.

Gutes oder schlechtes Zeichen?

Wenn du mich fragst, könnte das aktuelle OPEC+-Treffen besonders relevant sein. Das Ölkartell steht möglicherweise vor wichtigen und zugleich schwierigen Entscheidungen, wie sich der Ölmarkt in den kommenden Wochen und Monaten entwickelt wird. Wobei augenscheinlich hitzig diskutiert wird, was auf längere Vorberatungen hindeuten könnte.

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