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Hunderte Unternehmen betroffen Handelskrieg greift auf Kapitalmarkt über: US-Kongress verschärft Börsenregeln für chinesische Unternehmen

Der wieder aufflammende Handelsstreit zwischen den USA und China hat in den vergangenen Jahren vielen Politikern und Börsianern Sorgen bereitet. Nun könnte sich der Konflikt auch auf die Kapitalmärkte ausweiten.

Der US-amerikanische Kongress hat diese Woche den Weg frei gemacht für eine schärfere Regulierung chinesischer Unternehmen, die an US-Börsen gelistet sind.

Hintergrund: Chinesische Unternehmen lassen sich nicht so tief von der US-Aufsicht in die Bilanzen schauen wie es an den amerikanischen Börsen üblich ist. China verbietet es heimischen Firmen, bestimmte Finanz-Daten an ausländische Behörden weiterzuleiten. Damit soll nun Schluss sein. Nach dem Senat hatte auch das Repräsentantenhaus dem „Holding Foreing Companies Accountable Act“ zugestimmt. Damit sollen auch Verbindungen von Unternehmen zur Kommunistischen Partei Chinas offengelegt werden.

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Experten sprechen von einem wichtigen Schritt, um US-Investoren zu schützen. Bilanzskandale wie beim „chinesischen Starbucks“ Luckin Coffee, haben Spuren hinterlassen.

An der Technologiebörse Nasdaq sind 217 chinesische Unternehmen gelistet, darunter Schwergewichte wie der E-Commerce-Riese Alibaba, der Elektroautobauer Nio und der Ölkonzern PetroChina. Die Unternehmen haben nun drei Jahre Zeit, sich auf die Neuregelung einzustellen. Andernfalls droht ihnen an den amerikanischen Börsen der Rauswurf. Viele dieser Firmen würden dann vermutlich wieder an chinesischen Börsen gehandelt werden.

Alibaba hat bereits 2019 mit einem „Secondary Listing“ eine zweite Heimat an der Börse in Hong Kong gefunden. Experten glauben, dass viele andere chinesische Firmen es ähnlich handhaben werden. „Die Welle von Secondary Offerings wird sicher weitergehen, da China wohl kaum Zusagen machen wird beim Zugang zu Bilanzdaten“, sagte Sumeet Singh, Analyst bei Aequitas Research, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Mittlerweile werden schon 29 Prozent der verfügbaren Alibaba-Aktien in Hong Kong gehandelt. Für Chinas Börsen könnte die Entscheidung so zu einem Gewinn werden. In den vergangenen Jahren waren die Regeln für Börsengänge in Hong Kong modernisiert worden. Das hat ein Listing in der Heimat für viele Unternehmen attraktiver gemacht. Alibabas Konkurrent JD.com bringt seine Digital Health Sparte ebenfalls in Hong Kong aufs Parkett.

Autor: Julian Schick, wallstreet:online Zentralredaktion

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04.12.2020, 18:02  |  26772   |   |   

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