Warum Procter & Gamble die Traumaktie für den Ruhestand ist

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
05.12.2020, 09:18  |  2503   |   |   

Keine einzelne Aktie ist perfekt. Die Dividendenzahlungen an Aktionäre könnten eigentlich auch in Wachstum investiert werden; Unternehmen, die in der Hausse überaus gut abschneiden, haben in der Rezession zu kämpfen. Es gibt viele solcher Beispiele. Am Ende geht es darum, Kompromisse einzugehen.

Für den Ruhestand allerdings drängt sich eine beinahe perfekte Aktie auf: Procter & Gamble (WKN: 852062).

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Kurzer Rückblick auf ungute Zeiten

Jeder kennt die Marken des Konzerns: Tide-Waschmittel und Bounty-Papierhandtücher, unter vielen anderen: Crest-Zahnpasta, Pepto-Bismol, Febreze, Old Spice, Gillette und Pampers sind ebenfalls Teil der Konzernfamilie.

Dies sind alles Waren, die Verbraucher pausenlos kaufen – und sie sind oft loyal gegenüber einer Marke.

Doch P&G hinkte zuletzt dem Trend hinterher. Das Internet demokratisierte Preisgestaltung, Werbung und auch den Einkauf, wodurch in den Nischen wettbewerbsfähige Konkurrenten entstanden. Dollar Shave Club und Harry’s konnten etwa Gillette Marktanteile abgraben.

P&G war schlicht nicht für die Gegenwart der frühen 2000er gerüstet. Vielleicht war das Unternehmen zu groß und zu sehr in alten Strukturen und Methoden gefangen.

Das wurde durch die Entscheidung unterstrichen, 2016 einen Großteil der Beauty-Sparte an Coty zu verkaufen – anstatt zu versuchen, den Absatz dieser Produkte wieder anzukurbeln. Einige dieser Marken – wie Clairol und Wella – waren erst einige Jahre zuvor in die Procter-Familie aufgenommen worden. Sie hatten nie die Chance bekommen, sich richtig im Konzern zu entwickeln.

Der neue Konzern

Vieles hat sich in den letzten Jahren verändert, insbesondere seit David Taylor 2015 das Ruder als CEO übernommen hat. Zu den Veränderungen gehört vor allem eine relativ neue Affinität zu Daten über Verbraucher und deren Nutzung. Über die wird mit den Verbrauchern recht effektiv in Kontakt getreten.

Vor etwas mehr als einem Jahr sagte Taylor, dass er so „die richtigen Leute zur richtigen Zeit am richtigen Ort erreichen“ könne. Dieser Ansatz setzt sehr viel mehr auf das Internet. In Verbindung mit der Überarbeitung von Procters Werbeprogramm hat Taylor auch einige früher verpartnerte Werbeagenturen ausgesondert. So wurde das Einsparungsziel von 2 Milliarden USD pro Jahr erreicht. Das Unternehmen kauft sich sogar in neue digitale Märkte ein. Im Januar erwarb es die Körperpflegemarke Billie, eine Marke, die sich direkt an den Verbraucher wendet. Es greift effektiv auf das neue datengesteuerte Marketingprogramm von P&G zu.

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