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Achtung Falschgold Es ist nicht alles Gold, was glänzt! So können sich Anleger vor professionellen Gold-Fälschungen schützen

Auf dem Edelmetall-Markt kursiert vermehrt Falschgold. Dabei werden die Fälschungen immer raffinierter und sind für den Laien oftmals nur schwer zu erkennen. Wie entlarven Edelmetallexperten Falschgold?

Das Lieblingsmetall professioneller Goldfälscher ist Wolfram, denn das Schwermetall hat fast exakt die gleiche Dichte wie Gold. Während das gelbe Edelmetall mit einer Reinheit von 99,99 Prozent eine Dichte von 19,32 Gramm pro Kubikzentimeter hat, liegt die Massendichte von Wolfram nur wenig darunter bei 19,25 Gramm pro Kubikzentimeter. Goldfälscher nutzen diese physikalische Eigenschaft von Wolfram, um dick vergoldete Münzen und Barren mit Wolframkern in den Umlauf zu bringen.

Tatsächlich ist es auch in Deutschland kein Problem an solche gut gemachten wolframhaltigen Gold-Fälschungen zu gelangen. Auf der chinesischen Online-Handelsplattform Alibaba.com bieten dutzende Händler solche Highend- Plagiate an. Eine professionelle wolframbasierte Gold-Fälschung des American Gold Eagle – eine Ein-Unze-Anlagemünze - wird dort beispielsweise für rund 200 Euro angeboten. Die gefälschte Münze hat dabei fast das identische Maß und Gewicht wie das Original und ist deshalb für Laien nur schwer als Fälschung zu erkennen. Die echte Goldmünze ist derzeit fast 1.600 Euro wert.

Auch die Gerichte beschäftigen sich zunehmend mit Goldfälschern. Für großes Aufsehen und bundesweite mediale Berichterstattung hatte der Fall eines Teenagers gesorgt, der der Sparkasse Göttingen 2016 gefälschte Goldbarren und Goldmünzen verkauft hatte. Für das wertlose Katzengold zahlte die Bank mehr als 300.000 Euro. Der Schwindel flog erst deutlich später auf. 2019 wurde der Angeklagte dann zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, berichtet die FAZ.

Doch wie können sich Anleger vor professionellen wolframhaltigen Gold-Fälschungen, die bisher in Deutschland zum Glück noch recht selten sind, schützen? Wolfgang Wrzesniok-Roßbach, Edelmetallexperte und Gründer des Beratungsunternehmens Fragold, erklärte gegenüber wallstreet:online: „Der einfachste Test ist die Verwendung eines Magnets, wolframhaltige Fälschungen sind im Gegensatz zu echtem Gold magnetisch. Eine aufwendigere Methode ist der Kauf eines Prüfgerätes, das auf Ultraschallbasis arbeitet. Diese Geräte kosten rund 1.200 Euro und lohnen sich deshalb nur für Anleger, die sehr viel Gold von privat kaufen.“

Vor Klangtests rät Goldexperte Wrzesniok-Roßbach ab: Die Klangunterschiede seien für private Käufer ohne entsprechende Expertise kaum erkennbar. Wrzesniok-Roßbach rät außerdem grundsätzlich „Edelmetalle nur bei Banken, Scheideanstalten oder guten Edelmetallhändlern zu kaufen. Hier bekommt man entweder ohnehin Neuware direkt aus der Fabrik oder der Münzprägeanstalt, oder aber in der Regel mit verschiedenen Methoden mehrfach geprüfte Gebrauchtware, bei der man absolut sicher sein kann, dass diese dann auch echt ist.“

Experten stehen darüber hinaus noch weitere Prüfmethoden zur Verfügung mit denen sich auch sehr gut gemachte wolframhaltige Gold-Fälschungen entlarven lassen. Der Goldhändler pro aurum erklärt dazu: „Durch unsere technischen Prüfmethoden wie das Röntgenfluoreszenzspektroskop, das Leitfähigkeitsmessgerät oder die Magnet- und Feinwaage können Fälschungen zweifelsfrei erkannt und sicher enttarnt werden, ohne die Barren und Münzen anbohren zu müssen.“

Da jedes Metall eine spezifische elektrische Leitfähigkeit hat, lassen sich mit einem speziellen Leitfähigkeitsmessgerät auch professionelle wolframhaltige Gold-Fälschungen entlarven. Daniel Schröder, Goldschmiedemeister bei pro aurum, erklärt: „Wolfram hat zwar dasselbe Gewicht und dasselbe Volumen wie Gold, aber eine ganz andere Leitfähigkeitskennzahl.“

Autor: Ferdinand Hammer


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10.12.2020, 14:00  |  10942   |   |   

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