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Airbnb: Jetzt noch kaufen? + Nikola: Unter Zugzwang! + Nel Asa: Hoffen auf BP

Gastautor: Armin Brack M.A.
14.12.2020, 11:43  |  10714   |   |   

Einmal Börsen-Star und wieder zurück. So könnte man die bisherige Entwicklung von Nikola Corporation als börsennotiertes Unternehmen skizzieren.

Ob der Wasserstoff-LKW-Hersteller in spe noch eine Chance hat, untersuche ich in der heutigen Ausgabe...

Zuvor aber noch – wie im letzten Video auf meinem YouTube-„Aktien-Kanal versprochen – ein Blick auf die ersten beiden Handelstage von Airbnb, der neuen Aktie der Stunde.

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Meine Prognose zu Airbnb war ja, dass die Aktie zum oberen Ende der erhöhten Preisspanne platziert wird, also bei 60 US-Dollar. Und der erste Börsenkurs dann gleich beim Doppelten des Ausgabepreises liegen könnte. Das schien optimistisch, war aber immer noch zu vorsichtig gedacht. Tatsächlich eröffnete die Aktie um 19:38 Uhr MEZ bei 146,00 US-Dollar, nachdem der IPO-Preis ganz kurzfristig im Vorfeld nochmal auf 68 US-Dollar erhöht worden war. Damit ergab sich ein Plus von 114,7%.

Leider hatten wir als Privatanleger davon überhaupt nichts, denn wir konnten das IPO nicht zeichnen. Profitiert haben ausschließlich institutionelle Anleger – wieder mal.

Meiner Ansicht nach werden diese exorbitanten Steigerungen bewusst von allen am IPO Beteiligten provoziert: Zunächst wird das Angebot an Aktien bewusst knappgehalten. Es kommen nur 51,9 Mio. Aktien in den freien Handel, obwohl es insgesamt nun rund 679 Mio. Aktien gibt (inklusive der Restricted Stock Units und unter der Annahme, dass die IPO-Banken ihr Recht weitere 5 Millionen Aktien zu kaufen, ausüben, wovon auszugehen ist angesichts der Kursentwicklung). Das heißt der so genannte Freefloat liegt gerade mal bei 7,6%.

Die Idee dahinter ist die übliche: Durch die absichtliche Einschränkung der anfangs ausgegebenen Aktien zahlen die Käufer anfangs Knappheitspreise. Wurde dann eine entsprechend hohe Preisspanne etabliert, dürfte eine weitere Kapitalerhöhung folgen. Dann kann das Unternehmen erneut Geld einsammeln und muss dann entsprechend relativ zum IPO weniger neue Aktien ausgeben. Das heißt, es wird quasi schon beim Börsengang mit einer zusätzlichen nachfolgenden Kapitalerhöhung kalkuliert.

Interessant ist das auch deswegen, weil Airbnb ja eigentlich nur ein reines Listing vornehmen wollte. Das heißt, man wollte zwar börsennotiert sein, aber beim Börsengang kein Geld von den Investoren einsammeln (IPO bedeutet ja Initial Public Offering, also ein erstes Angebot an externe Investoren, die die Aktie kaufen möchten). Ein solches IPO war nicht geplant. Weil nun das Geschäft von Airbnb durch die Corona-Krise stark unter Druck kam, hatten sich das Management und die IPO-Berater nun kurzfristig doch für ein IPO entschieden. Das zeigt schon, dass ein gewisser Kapitalbedarf vorhanden ist bei Airbnb, was ich in diesem Zusammenhang eher als negativ interpretiere.

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